Der Tapeverband in der minimalinvasiven Fußchirurgie

Der Tapeverband in der minimalinvasiven Fußchirurgie

Bei den minimalinvasiven Zehenkorrekturen werden durch winzige Schnitte die Zehenknochen sowie Strukturen des Stütz- und Bindegewebes (Sehnen, Bänder und/oder Gelenkkapsel) durchgetrennt. So können krumme Zehen geradegestellt werden. Mithilfe eines Tapeverbandes werden die Zehen in der erreichten Stellung fixiert.

Ergebnis nach Akin Osteotomie und Exostosenabtragung
Abb.1 Hier wurde das Großzehengrundglied durchtrennt, die Zehe geradegestellt und mit Tapeverband fixiert (Akin-Osteotomie).

AUTOR
Dr.-medic Manuel Nastai
Fuß- und Sprunggelenkspezialist

Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen nach aktuellem wissenschaftlichen Stand zu Aufklärungszwecken bereitgestellt. Er dient der medizinischen Aufklärung und nicht zur Selbstdiagnose. Er ersetzt keine Vorstellung bei einem Facharzt.

Die elastischen Tape-Streifen

Die speziellen Tapestreifen kleben fest an der Haut und bieten genug Stabilität, sodass der Knochen heilen kann. Eine erhöhte Elastizität erlaubt das Anschwellen der Zehen. Nach Operaationen der Zehen tritt regelrecht eine Schwellung auf. Dies ist eine normale Phase des Heilungsprozesses.

Die Anwendung von elastischen Tape-Streifen ist zwingend erforderlich, da starre Alternativen (z.B. SteriStrips) einschnüren und die Durchblutung der Zehe gefährden.

Die Streifen sind flüßigkeitsdurchlässig und erlauben somit den Austritt von Wundsekret und Schweiß.

Abb.2 An der Zehenbasis wird der Tapeverband zirkulierend angelegt. Starre Tapes würden die Gefäße strangulieren und die Durchblutung der Zehe stören. Hier angelegter elastischer Tapeverband.

Die Wundkontrolle mit Tape-Verband

Nach erfolgreicher Korrektur werden die Wunden beklebt und dann wird ein Tapeverband angelegt. Dadurch wird der Zugang zu den Wunden versperrt. Die Wundheilung erfolgt problemlos. Komplikationen wie Wundinfektionen sind die Ausnahme. Sie können durch entzündliche Veränderungen der benachbarten Haut oder durch Wundsekret rechtzeitig entdeckt werden, trotz liegendem Tapeverband.

Abb.3 Die Wunde befindet sich unter dem Tapeverband und kann direkt nicht inspiziert werden. Die Tapes erlauben jedoch den Austritt der Sekretion.

Der erste Verbandswechsel sollte am ersten postoperativen Tag erfolgen, da der Verband oft durchblutet ist. Danach sollte ein saugfähiger Verband (mit Kompressen) bis zum Ende der Sekretion angelegt werden. Im Normalfall benötigt man ab dem 3-4 Tag keinen solchen Verband mehr, die Zehen bleiben lediglich mit dem Tapeverband bedeckt.

Der Tapeverband und die Feuchtigkeit

Übermäßige Feuchtigkeit ist für den Tapeverband ungünstig. Normaler Schweiß trocknet problemlos ab. Wird der Tapeverband jedoch nass (z.B. beim Duschen), löst er sich ab. Hier sollte das Bein dringend abgedeckt werden. Hierzu empfehlen sich wasserundurchlässige Tüten (z.B. Müllsack, Abb.1). Die Industrie stellt professionelle Mittel zur Verfügung. Die säuberung der Zehenzwischenräume kann mit leicht feuchten Ohrstäbchen erfolgen.

Duschen mit angelegtem Tapeverband
Abb.1 Duschen mit einem DIY-Schutz aus Mülltüten.

Bei Ablösung muss der Tapeverband sofort erneuert werden. Der Wechsel erfolgt nur durch die operierende Klinik. Die entfernung erfolgt nur zu dem im Nachbehandlungsschema dokumentierten Zeitpunkt. 

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Probleme und Komplikationen

Übermäßige Schwellung

Eine leichte Schwellung ist nach solchen Operationen normal. In seltenen Fällen kann es durch eine zu enge Anlage des Tapeverbandes zu einer übermäßigen Anschwellung kommen. Die Tapestreifen rollen sich zusammen und schnüren an den Zehenwurzeln ein. In diesem Fall muss der Tapeverband gewechselt werden. Dafür ist eine Vorstellung in der operierenden Klinik erforderlich.

Schmerzen

Nach minimalinvasiven Operationen empfindet der Patient nur mäßige Schmerzen, die durch leichte Schmerzmittel behandelt werden. Nach einer Woche sind nur noch selten Schmerzmittel erforderlich. Abweichungen hiervon können auf eine Komplikation hinweisen und machen eine Wiedervorstellung notwendig.

Fehlstellung

Falls eine Veränderung der Zehenstellung nach der Entlassung festgestellt wird, empfehlen wir die sofortige Wiedervorstellung. In den ersten Wochen kann eine Korrektur einfach durch den Wechsel des Tapeverbandes erfolgen. Bei verspäteter Vorstellung ist eine Korrektur aufgrund der Abheilung in Fehlstellung nicht mehr möglich.

"Wir Sind sehr glücklich, dass wir Dr. Nastai getroffen haben und von ihm behandelt worden sind. Vom ersten bis zum letzten Tag hat er unser Baby sehr gut behandelt und erfolgreich beendet. Wir vertrauen ihm sehr und sind ihm sehr dankbar. Vielen Lieben Dank Dr. Nastai."
Keklikçi Tugce Ç.
"Ich bin noch ganz frisch operiert, eine Woche. Sehr zufrieden. Schmerzen und Schwellung hoffe ich das die bald verschwunden sind. Hammerzehe (Krallenzehe) adeeee!"
Hilde L.
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