Am selben Tag nach einer OP zuhause.

Viele Operationen am Fuß lassen sich ambulant durchführen. Das bedeutet, man stellt sich im OP-Zentrum morgens vor und darf man nach dem Aufwachen von Narkose wieder nach Hause gehen.

Hier finden Sie eine ausführliche Darstellung der Abläufe vor und nach der Operation für eine komplette Aufklärung.

Nach der Sprechstunde

Oft kommt die Nachricht einer notwendigen Operation unerwartet. Die Aufklärung war zwar ausführlich, behält man aber oft durch die Aufregung nicht alle Details. Es fallen einem jedoch häufig auch dann noch Fragen ein, wenn man bereits zu Hause ist.

Jeder Patient bekommt etwa eine Woche nach der Erstvorstellung in unserer Sprechstunde einen Arztbrief per Post. Dieser Bericht beinhaltet eine Zusammenfassung der erhobenen Befunde sowie eine Schilderung des empfohlenen Therapiekonzepts mit medizinischen Begriffen. Dies erlaubt weitere Internetrecherchen. 

Gerne können Sie unsere Webseite für weiteren Informationen nutzen. Hier finden Sie ausführliche Informationen über Ihre Krankheit und Fuß-Operationen generell.

 

Blut- und EKG-Untersuchungen beim Hausarzt

Zwei Wochen vor der Operation stellen Sie sich nochmals bei uns zwecks letzter Vorbereitungen vor. Um Risiken bei einer Operation zu senken, ist es notwendig einen allgemeinen Gesundheitsstatus zu erheben. Hierzu bitten wir Sie sich beim Hausarzt* zwei Tage vor diesem Termin vorzustellen und die folgenden Untersuchungen durchführen zu lassen:

  • Laboruntersuchungen: kleines BB, CRP, Quick, PTT, Na, K, BZ, Hb1Ac, vit. D**
  • EKG (Streifen, kein schriftlicher Befund)

Bringen Sie die o.g. Befunde zum OP-Vorbereitungstermin mit.

*In der OP-Mappe befindet sich einen Brief für den/die Hausarzt|n, mit dem er/sie von uns eine Überweisung für die Vergütung der Untersuchungen anfordern kann. Bitte reichen Sie ihm/ihr diesen Brief.

**Das Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im knöchernen Stoffwechsel sowie in der Wund- und Knochenheilung. Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen beinhaltet nicht die Bestimmung des Vit. D-Spiegels. Aufgrund der erhöhten Rate des Vit. D-Mangels in Deutschland und seiner wichtigen Rolle empfehlen wir die präoperative Bestimmung dieses Wertes trotz der evtl. auffallenden Kosten für den Patienten.

 

Die OP-Vorbereitung

Sie erscheinen am vereinbarten Termin in unserer Praxis mit der OP-Mappe (komplett gelesen und ausgefüllt).

Bitte bringen Sie (falls vorhanden) mit:

  • Medikamentenplan
  • Allergie-Pass
  • Marcumar-Pass
  • Herzschrittmacher-Pass

Bitte die aktuellen Laborwerte und die EKG-Streifen nicht vergessen!

Hier erfolgt die Sichtung der Befunde und die chirurgische Aufklärung. Hier haben Sie die Gelegenheit weitere offene Fragen zu stellen. Auch im Rahmen dieser Untersuchung erfolgt die Verordnung der Schmerzmittel, der Thrombosenspritzen, der Hilfsmittel, der Verbandsmaterialien für die postoperative Wundversorgung.

 

Corona-Test

Entsprechend der aktuellen Coronaschutzverordnung ist bei der Vorstellung im OP-Zentrum die Vorlage eines negativen PCR-Corona-Test pflichtig. Der Test erfolgt bei OrthoPedes am Freitag vor der Operation. Ein Termin dafür wurde im Rahmen der OP-Terminvergabe vereinbart. Das Testergebnis wird durch das Praxispersonal direkt an den OP-Zentrum gefaxt. Sie müssen sich darum nicht kümmern. 

Die Reihenfolge der Operationen wird nach verschiedenen Kriterien festgelegt: Alter und Nebenerkrankungen, Schwere der Operation, Notwendigkeit einer Zwischensterilisation des Instrumentariums usw. Es kann immer wieder zu kurzfristigen Veränderungen, z. B. aufgrund von Notfällen, kommen.

!!! Die in Ihrem Doctolib-Konto angezeigte Uhrzeit ist der Zeitpunkt des OP-Beginns und nicht die Uhrzeit, wenn Sie an der Sportklinik ankommen sollen. !!!

An diesem Tag steht schon der endgültige OP Plan fest. Sie werden die exakte Urkzeit erfahren, wenn Sie sich im OP-Tag im OP Zentrum vorstellen sollen.

 

Am Vortag der Operation

  • Nagellack an den Zehen entfernen
  • Bitte nehmen Sie selbst keine Rasur im OP Gebiet vor, da kleine Wunden, die wenige Stunden alt sind, von Bakterien besiedelt werden und das Infektionsrisiko erhöhen. Eine Operation kann in diesem Fall nicht durchgeführt werden!
  • Ab 24 Uhr oder bis zu 6 Stunden vor der Operation gilt das Nüchterngebot, d.h. Sie dürfen zu diesen Zeiten keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen sowie nicht mehr rauchen. Auch Kaffee, Tee und Milchprodukte sollten vor der OP gemieden werden. Wasser können sie über die Nacht und den Vormittag verteilt gerne schluckweise zu sich nehmen.
  • Gerinnungshemmende Medikamente (Marcumar, Heparin, Lixiana, ASS usw.) und auch das Medikament Metformin, soweit mit dem Operateur/Anästhesisten abgesprochen, sollten vor der Operation pausiert werden.

 

Ablauf des OP Tags

Entsprechend der aktuellen Coronaschutzverordnung ist bei der Vorstellung in der Sportklinik die Vorlage eines 3G-Corona-Schutznachweises (Geimpft, Genesen oder Getestet) pflichtig. Der Nachweis für die Impfung oder Genesen kann in Papierform oder elektronisch erfolgen. Der PCR-Test wird, wie bereits erwähnt, durch uns gefaxt.

Bitte bringen Sie (falls vorhanden) mit:

  • Impf- oder Genesenpass
  • Medikamentenplan
  • Allergie-Pass
  • Marcumar-Pass
  • Herzschrittmacher-Pass

VERHALTENSHINWEISE

  • Die Operation findet in der Sportklinik CPDU, Dr.-Alfred-Herrhausen-Allee 21, 47228 Duisburg statt.
  • Erscheinen Sie nüchtern zur Operation. Mindestens 6 Stunden vor der Narkose sollten Sie nicht getrunken, gegessen oder geraucht haben (auch keine Bonbons oder Kaugummi).
  • Aus hygienischen Gründen sollten Sie am Tag der Operation duschen und den Fuß und die Zwischenzehenräume gründlich reinigen.
  • Am Tag der OP bitte kein Make-Up (Puder, Lippenstift, Mascara usw.) auftragen.
  • Lassen Sie sich auf dem Heimweg nach der OP unbedingt von jemanden begleiten. Nach einer Narkose/Operation sind Sie „verkehrsuntüchtig“. Auf Wunsch kann ein Krankentransport organisiert werden.

Bei Ihrer Ankunft … stellen Sie sich direkt im Untergeschoss im Testzentrum vor. Hier wird ein PoC-Schnelltest durchgeführt.

Danach erreichen Sie das OP-Zentrum mit dem Aufzug in der ersten Etage der Sportklinik. Nehmen Sie bitte im Wartebereich Platz. Sie werden dann von einem unserer Mitarbeiter aufgerufen.

Im Aufwachraum … werden Sie Ihre private Kleidung gegen die OP Kleidung wechseln. Sie werden noch ein wenig Zeit für Ihre mitgebrachte oder die ausliegende Literatur haben, bevor sie vom OP Team begrüßt werden. Gegebenenfalls wird vom Fachpersonal noch eine Rasur am Operationsgebiet durchgeführt.

Zum OP-Trakt … werden Sie vom Fachpersonal begleitet. Dort dürfen Sie sich zunächst einmal umsehen, bevor Sie sich auf den gepolsterten Operationstisch legen. Ihre Lagerung wird auf Druckstellen und Funktion geprüft, der Blutdruck und die Herzströme (EKG) gemessen. Hierzu werden Elektroden auf den Brustkorb geklebt und die Blutdruckmanschette am Arm befestigt. Der Fuß wird zuvor mit Watte gepolstert, bevor auch dort eine Blutdruckmanschette angelegt wird.

Einschlafen … werden Sie erst, wenn Sie uns das Kommando hierzu geben. Für die Atmung wird Ihnen eine Maske mit Sauerstoff angelegt, bevor über die kleine Nadel an der Hand langsam ein Medikament gespritzt wird. Nachdem Sie sich einen Traum gewünscht haben, werden Sie bereits nach 20-30 Sekunden einschlafen.

Nach der Operation … werden Sie wieder in den Aufwachraum gebracht, wo Sie sich ausschlafen können. Eine Fachkraft kümmert sich um Sie und serviert Ihnen die ersten Getränke und das Frühstück. Bei Wunsch kann die erste Thrombosespritze hier durch unser Personal verabreicht. Bitte bringen Sie eine der verordneten Spritzen mit. Ihre Angehörigen werden von uns telefonisch informiert, sobald Sie nach etwa 2 Stunden in Begleitung die Klinik wieder verlassen können. Ein Transport nach Hause mit Taxi ist nicht gestattet. Sie müssen eine Person organisieren, die Sie vom OP Zentrum abholen kann.

Zuhause angekommen … verhalten Sie sich am OP-Tag „ruhig“, lagern das operierte Bein etwa 10-15 cm erhöht und kühlen den Fuß. Beachten Sie das Schmerzbuch und beherzigen Sie unsere Empfehlungen.

Im Laufe des Abends… bleiben Sie in der Nacht nach der Operation nicht alleine. Schmerzen und Kreislaufprobleme können es Ihnen erschweren, im Notfall selbstständig Hilfe zu rufen.

Sie dürfen nach einer ambulanten Narkose die Nacht nicht alleine verbringen. Eine Begleitperson muss sie über der ersten Nacht überwachen.

Nach Fuß-Operationen ist eine vermehrte Blutung des OP-Gebiets normal. Falls der Verband durchnässt wird, empfehlen wir die Anlage zusätzlicher Kompressen über dem Verband und die Fixierung mit elastischen Binden.

Ein gewisses Maß an Schmerzen ist nach Operationen unvermeidbar. Die verordneten Medikamente sollten in der besprochenen Dosierung ausreichen. Bei Besonderheiten führen Sie das Schmerzbuch und wenden Sie bitte rechtzeitig an uns.

Setzen sich in Notfällen grundsätzlich erst mit uns unter der in der OP Mappe genannter Telefonnummer in Verbindung. Gehen Sie nicht ohne Rücksprache in ein Krankenhaus.

Schmerztherapie

ALLGEMEINE INFORMATION

Die Schmerztherapie nach der Operation ist sehr wichtig. Nachweislich verbessert eine adäquate Schmerztherapie nicht nur die Lebensqualität, sondern auch das Heilungsergebnis und verkürzt die Behandlungsdauer.

Eindeutige Erkenntnisse zeigen, dass speziell bei postoperativen Schmerzen eine frühzeitige und kontinuierliche Schmerztherapie außerordentlich wichtig ist und nicht dem Zufall überlassen werden darf. Schmerzen sind nicht nur Symptome, sondern können über interne Abläufe im Körper zu einer Störung der Heilung führen.

Wir beginnen bereits im Operationssaal mit der Schmerztherapie. Während Sie noch in Narkose liegen, wird der Fuß durch eine regionale Betäubung (Fußblock) behandelt.

Im Aufwachraum werden zusätzlich bei Bedarf stark wirksame Schmerzmedikamente als Kurzinfusion verabreicht. Anschließend werden Sie die Medikamente/Tabletten und Tropfen verwenden, die wir Ihnen rezeptiert haben. Bitte nehmen Sie die Medikamente wie verschrieben ein.

MAßNAHMEN ZUR SCHMERZREDUKTION

  • körperliche Ruhe einhalten
  • die operierten Gliedmaßen entlasten, weich und etwas erhöht lagern
  • Trockene Kühlung, z. B. als Beutel, Kühlakkus (bitte rechtzeitig vorbereiten)
  • entspannende Musik, ein gutes Buch oder ein beruhigender Film

MEDIKAMENTE

Die Medikamente wurden Ihnen bereits vor der Operation rezeptiert. Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen ausführliche Informationen über die Medikamente.

  • Bitte besorgen Sie die Medikamente rechtzeitig vor der Operation in der Apotheke
  • Bitte beachten Sie folgende Regeln:
    1. Das erste Medikament ist Ihre sogenannte „Basismedikation“. Nehmen Sie dieses Medikament bereits kurzfristig nach der Operation das erste Mal und anschließend regelmäßig im angegeben Rhythmus / Intervall ein.
    2. Sollten die Schmerzen vor Ablauf des Intervalls ansteigen, sollten Sie das 2. Medikament in der angegebenen Dosierung einnehmen.
    3. Sofern die Schmerzen in der nachfolgenden Stunde nicht hinreichend abklingen, nehmen Sie das dritte gekennzeichnete Medikament (soweit verordnet) in angemessener Dosierung ein.

Medikament

Ibuprofen 600 mg

Novaminsulfon 500 mg/ml (Trp.)

Pantozol 40 mg

Wann?

immer

Immer

immer mit Ibuprofen

Dosierung (Erwachsene 70 kg)

1-1-1

30°-30°-30°-(30°)

0-0-1

Dosis-Intervall

8h

6-8h

24h

Max.-Dosis/Tag

420 mg

15 g

Max.-Dosis/Tag/ kg Körpergewicht

60 mg/kg

75 mg/kg

Wirkungen

schmerzstillend, fiebersenkend, entzündungshemmend

schmerzstillend, fiebersenkend, entzündungshemmend, krampflösend

magenschützend

Nebenwirkungen*

Magenschmerzen, Magen- u. Darmblutungen, Leber- u. Nierenschäden

Blutdruckabfall, Kreislaufschwäche, Schweißausbrüche, allergische Reaktion

Durchfall, Kopfschmerzen

*Die genannten Nebenwirkungen sind relativ selten, sollten dennoch Ihrerseits beachtet werden. Sofern Nebenwirkungen auftreten, ist das Medikament nicht mehr einzunehmen und sich an den u.g. Telefonnummern zu melden.

 

Am Folgetag

Ein Termin zur Wund- und Befundkontrolle wurde bereits am Tag der OP-Terminvergabe vereinbart. Sie erscheinen bei OrthoPedes (nicht im OP-Zentrum). Bitte bringen Sie die verordneten Verbandsmaterialien und die Thrombosespritze mit.

Im Rahmen dieser Vorstellung erfolgt (bei knöcherner Korrekturen) eine Röntgen-Kontrolle sowie die Wundkontrolle. Hier können Sie evtl. Fragen stellen und nochmals das weitere Prozedere besprechen.

Gerne stellen wir Ihnen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) sowie bei Bedarf weitere Rezepte aus.

Privatliquidation bei Privatversicherten

Die Abrechnung bei Privatversicherten erfolgt durch die Firma PVS nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Wir setzen die üblichen Steigerungssätze für unsere Leistungen ein und legen großen Wert daran, dass Patienten auf keinen im Vorfeld unbekannten Kosten sitzen bleiben.

In manchen Situationen werden Teile der Rechnungen von den Krankenkassen nicht übernommen. In den meisten Fällen reicht die Anreichung des OP-Berichtes als Nachweis für diese Leistungen und als Begründung aus. Ansonsten wird eine ausführliche schriftliche Begründung durch uns benötigt.

Bitte informieren Sie uns unverzüglich, wenn Ihre Rechnungen nicht übernommen werden! Reichen Sie das Schreiben von der Krankenkasse per E-Mail, Fax oder Post ein.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf ich mit Taxi nach der ambulanten Fuß-Operation nach Hause fahren?

Nach einer ambulanten Narkose benötigen Überwachung und Hilfe. Ihr Fuß ist eingeschränkt belastbar. Sie benötigen eine Begleitperson, die Sie vom OP-Zentrum abholt.

Darf ich einen Transportschein für den Heimweg bekommen?

Den Weg nach Hause soll unbedingt in Begleitung eines Bekannten erfolgen. Gerne stellen wir Ihnen eine Verordnung für Krankentransport (ugs. Taxischein) für den Heimweg aus. Bitte sprechen Sie uns im Voraus an, da wir diese in unserer Praxis und nicht im OP-Zentrum ausstellen können.

Darf ich nach einer ambulanten Fuß-Operation die Nacht alleine verbringen?

Nein. Eine Voraussetzung zur Durchführung einer ambulanten Narkose ist das Vorhandensein einer Begleitperson in der selben Wohnung. Diese soll in der Lage sein Sie zu überwachen und im Notfall nach Hilfe rufen zu können. „Gute Nachbarn“ gelten dafür nicht. Die Begleitperson muss die Nacht in der gleichen Wohnung verbringen.

Hat man starke Schmerzen nach einer ambulanten Fußoperation?

Wir führen bei jedem ambulant operierten Patienten während der Narkose eine Regionalanästhesie (Fußblock) durch. Diese Maßnahme schaltet die Schmerzen fast vollständig aus und wirkt 12-24h. Danach sind die Schmerzen aushaltbar und können mit einer zweifachen oralen Schmerzmedikation behandelt werden. Wann kann man nach einer ambulanten Operation den Fuß belasten? Es hängt von der Art der Operation. Dies wird Ihnen im Voraus mitgeteilt. Bei voll belastbaren Versorgungen können Sie das gesamte Körpergewicht auf den den operierten Fuß direkt nach der Narkose verlagern. Sie werden trotzdem mit Gehstützen eine Weile zur Stabilisierung und Schmerztherapie laufen. Bei Abrollbelastung oder Entlastung werden Sie das Gewicht für einige Wochen auf die Gehstützen verlagern.

Wer macht nach einer ambulanten Fußoperation den Verbandswechsel?

Die erste Verbandswechsel erfolgt durch uns. Hierfür bekommen Sie bereits vor der Operation einen Termin. Hier wird die Wunde begutachtet und ggf. die postoperative Röntgen-Kontrolle durchgeführt. Es wird Ihnen die korrekte Durchführung der Verbandsanlage vorgeführt und das weitere Procedere nochmals besprochen. Die Verbandsmaterialien für die Verbandswechsel werden vor der Operation verordnet und von der Apotheke besorgt. Die restlichen Verbandswechsel können entweder selbst durch den Patienten, bei Hausarzt oder bei uns erfolgen. Die Entscheidung liegt beim Patienten.

Was mache ich wenn es blutet durch den Verband?

Eine vermehrte Blutung ist nach Fußoperationen als normal zu betrachten. Zu viel Laufen, verlängertes Sitzen oder eine hängende Position des Fußes führt zur vermehrten Blutung. Wir empfehlen demzufolge in den ersten 24h die ganze Zeit den Fuß hoch zu lagern (oberhalb des Herzens) und das Laufen/Sitzen auf ein Minimum zu reduzieren.

Wenn das Blut durch den Verband durchdringt, empfehlen wir bereits erhaltene Kompressen über den Verband anzulegen und elastisch zu fixieren.

Bei übermäßiger Blutung („es tropft aus dem Verband heraus“) bitten wir um telefonische Rückmeldung unter der in der OP-Mappe zur Verfügung gestellten Notfalltelefonnummer.

Wann und woher bekomme ich Rezepte für eine ambulante Operation?

Alle notwendigen Verordnungen (Schmerzmittel, Thrombosespritzen, Verbandsmaterialien, Transportscheine uws.) bekommen Sie im Voraus beim OP-Vorbereitungstermin. Wenn weitere Rezepte erforderlich sind, besteht die Möglichkeit am Folgetag im Rahmen der Verbandswechsel.

Wer stellt mit die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) aus?

Die AU wird am Forgetag im Rahmen des Verbandswechsels rückwirkend vom OP-Tag ausgestellt. Die maximale Dauer beträgt 4 Wochen. Verlängerungen können dann auch per Post nach Rücksprache zugeschickt werden.

Bekomme ich einen OP Bericht nach einer ambulanten Fuß-Operation?

Wir stellen standardmäßig einen Arztbrief nach jeder ambulanten Fuß-Operation aus. Hier werden die Diagnose, durchgeführte Prozeduren, Implantate und weiteres Procedere dokumentiert. Wenn Sie auch einen OP-Bericht anfordern, wird dieser Ihnen an einem späteren Zeitpunkt in endgülter Form zugeschickt.

Bekomme ich einen Implantatausweis?

Wir stellen standardmäßig keinen Implantatausweis aus. Wenn Sie einen benötigen, bitten wir um eine schriftliche Anforderung vor der Operation.

Wann darf man nach einer ambulanten Fuß-Operation duschen?

Der OP-Verband darf nicht nass werden. Sie dürfen prinzipiell direkt nach Ankunft zuhause mit einem Verbandsschutz duschen. Wir empfehlen den Fuß in einen Plastiksack einzubringen und diesen am Unterschenkel mit Tesafilm dicht zu kleben.

Wann darf man nach einer ambulanten Fuß-Operation essen?

Kurz nach der Narkose werden Sie im Aufwachraum einen kleinen Snack und einen Kaffee bekommen.

Muss ich mich zur ambulanten Fuß-Operation nüchtern vorstellen?

Bei Operationen in Narkose müssen Sie ab Mittenacht nichts mehr essen. Sie dürfen bis zwei Stunden vor der Operation klares Wasser trinken.

Bei Operationen in Lokalanästhesie müssen sie nicht nüchtern sein.

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