Nachbehandlung bei Fuß-Operationen

Nachbehandlung bei Fuß-Operationen

Eine korrekte Nachbehandlung nach Fuß-Operationen ist essentiell für ein gutes Ergebnis. Oft fallen dem Patienten Fragen erst nach Entlassung aus der operativen Einrichtung ein. Dieser Beitrag möchte eine komplette Aufklärung über den normalen Heilverlauf, die notwendigen Behandlungsmaßnahmen  und die möglichen Komplikationen bieten.

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie ist ein wesentlicher Teil der Behandlung nach einer Fuß-Operation. Besonders nach Operationen an den Fußknochen können die Schmerzen vor allem in den ersten 24 Stunden stark sein. Aus diesem Grund wird in unserer Einrichtung standardmäßig während der Operation ein sog. Fußblock durchgeführt. Das bedeutet, dass  in Narkose alle Fußnerven durch das Einspritzen eines lang wirkendes Lokalanästhetikums (bis zu 12 h) betäubt werden. Danach reicht eine Schmerztherapie in Tablettenform. 

Welche Schmerzmittel eignen sich am besten nach Fuß Ops?

Es empfiehlt sich, 2-3 Schmerzmittel mit verschiedenen Wirkungsmechanismen zu kombinieren. Eine Kombination aus Metamizol (z.B. Novalgin®), einen Antiphlogistikum (z.B. Ibuprofen®) und einen Opiat (z.B. Oxycodon®) eignet sich am besten nach diesen Operationen.

Ein zu strammer Verband kann heftige Schmerzen nach einer Fuß Op verursachen.

Eine der häufigsten Ursachen für starke Schmerzen nach einer Fuß Op ist eine zu starke Kompression durch den Verband. Wenn die normale Schmerztherapie in Tablettenform nicht hilft, sollte der elastische Verband entfernt werden und wieder lockerer angewickelt werden. 

Thromboseprophylaxe

Wie lange sind Thrombosespritzen nach einer Fuß Op notwendig?

Operationen am Fuß werden in Bezug auf das postoperative Thromboserisiko in zwei Kategorien eingeteilt.

  • Operationen mit niedrigem Thromboserisiko: ohne Ruhigstellung des oberen Sprunggelenkes, Vollbelastung
  • Operationen mit hohem Thromboserisiko: Ruhigstellung im Walker oder Gips, Entlastung

Während in der 1. Kategorie eine Thromboseprophylaxe (ugs. Thrombosespritzen) nur für 2-3 Tage notwendig ist, wird diese in der 2. Kategorie bis zur Beendigung der Ruhigstellung und dem Erreichen der Vollbelastung (ca. 8-12 Wochen) durchgeführt.

Wundversorgung nach einer Fuß Op

Verbandswechsel

Während an Körperstellen wie z.B. Bauch oder Gesicht die Wunden innerhalb den ersten 2-3 Tage trocken werden, dauert die Blutung der Wunden am Fuß häufig viel länger. Aus diesem Grund empfiehlt sich in der ersten postoperativen Woche die Anlage eines saugfähigen Kompressionsverband. Kompressen nehmen das Blut und das Wundsekret auf, eine Kompression wird durch Wicklung mit elastischen Binden oder kompressivem Mullschlauch erreicht.

Wenn der durchnässte Verband lange in Kontakt mit der Wunde ist, weicht die Haut auf. Der Verband sollte demzufolge sofort gewechselt werden, sobald er die Flüssigkeit nicht mehr aufnehmen kann.

Standardmäßig wechseln wir den Verband am Morgen nach der Operation, danach alle 2 Tage für eine Woche. Ab der 2. Woche ist die Wunde normalerweise trocken genug, um lediglich mit einem Wundpflaster versorgt zu werden.

Bei welchem Arzt soll ich mich vorstellen?

Wundkontrollen kann jeder Arzt durchführen. Dabei wird der Verband gewechselt und der Heilverlauf beobachtet, um Komplikationen rechtzeitig zu erkennen.

Entfernung des Nahtmaterials (Fadenentfernung)

In unserer Praxis verwenden wir für die meisten Wunden am Fuß resorbierbares Nahtmaterial. Das bedeutet die Wundränder werden mit tiefen Nähten zusammengefügt und an die Hautoberfläche werden Pflasterstreifen (SteriStrips®) geklebt. 

Im Vergleich zum Wundverschluss mit nicht resorbierbarem Nahtmaterial, bietet der Wundverschluss mit SteriStrips® folgende Vorteile:

Wundverschluß mit SteriStrips
Wundverschluss mit SteriStrips.
  • ästhetischer (keine Narben an den Einstichstellen)
  • weniger Wundheilungsstörungen (keine Manipulation der Wundränder während des Nähens)
  • kein verbleibendes Nahtmaterial (während der Entfernung des nicht resorbierbaren Nahtmaterials reißen oft die Fäden und die verbleibende Fadenstücke führen zu Entzündungen – med. Fadengranulom)
  • keine unangenehme Fadenentfernung

Werden die Wunden am Fuß doch mit entfernungsbedürftigem Fadenmaterial verschlossen, werden die Nähte nach ca. 12-14 Tagen entfernt.

Tapeverband

Nach minimalinvasiven Fuß-Operationen werden die Zehen mit einem Tapeverband fixiert. Dieser dient der Ruhigstellung der intraoperativen Zehenstellung und darf vor dem angeordneten Termin nicht entfernt werden, sonst riskiert man den Verlust des Operationsergebnisses.

Tapeverband nach minimalinvasiver Zehenkorrektur
Tapeverband nach minimalinvasiver Hammerzehenkorrektur,

Bei übermäßiger Anschwellung der Zehen kann der Tapeverband die Zehen einschnüren. Bei Ablösung der Tapes können sich die durchtrennten Knochen verschieben und die Zehenstellung verändern. Eine verlängerte Wundsekretion deutet entweder auf einen Wundinfekt oder auf einen zu strammen Verband. In all diesen Fällen ist eine Wiedervorstellung beim Operateur notwendig, um den Tapeverband zu überprüfen und ggf. zu Wechseln. 

Wundkomplikationen

Wundkontrollen sind notwendig, um Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und frühzeitig reagieren zu können. 

Nur wer nicht operiert, erfährt keine Komplikationen...

Zu diesen Komplikationen zählen Spannungsblasen, Wunddehiszenz (Platzwunde), Nachblutungen,  Hämatome, Wundheilungsstörungen und Wundinfekte (bakterielle Entzündungen). Über diesem Thema wurde gesondert ausführlich berichtet.

Schwellungen

Wie lange dauert eine Schwellung nach einer Fuß-Op?

Nach Fuß- und Sprunggelenk-Operationen gehört die Schwellung zu einer normalen Heilung. Bei vorbestehenden Nebenerkrankungen, wie z.B. Herzinsuffizienz, Krampfaderleiden, Nieren- oder Lebererkrankungen,  kann diese Schwellung ausgeprägter sein.

Eine anhaltende Schwellung kann auch das Zeichen einer Komplikation sein (z.B. Infektion oder Nichtverheilung des Knochens). Aus diesem Grunde sollte der behandelnde Arzt bei einer anhaltenden Schwellung immer informiert werden.

Abhängig davon welche Operation durchgeführt wurde, kann eine Schwellung bis zu 3 Monaten bestehen, nach komplexen Rückfußkorrekturen sogar bis 6 Monaten.

Was kann ich selbst gegen Wasser im Fuß tun? Wie kriege ich die Schwellung weg? Was tun wenn eine Schwellung nach Fuß Op nicht zurück geht?

Maßnahmen bei Schwellung nach Fuß Ops

  • Hochlagerung
  • Kühlung
  • Kompressionstrümpfe
  • Lymphdrainage

Die Hochlagerung ist die einfachste Methode zur Abschwellung. Im Liegen empfiehlt sich eine Lagerung des Beines z.B. auf einem dicken Kissen. Als Faustregel gilt eine Höhe oberhalb des Herzensniveaus. Ebenfalls zu empfehlen ist Laufen, da es dabei zur Aktivierung der Muskulatur kommt. Sitzen empfiehlt sich nicht. Hierbei kommt es zu einem Abknicken der Venen durch Beugung dvon Knie- und Hüftgelenk. Die Schwellung wird dadurch erhöht.

Lange Spaziergänge sind in der ersten postoperativen Phase kontraproduktiv.

Kühlung mit Eis hilft sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen die Schwellung. Der Eisbeutel oder der Kühlpack sollten nicht direkt auf die Haut gelegt werden, es können Erfrierungen entstehen. Eisbeutel und Kühlpack sollten in ein dünnes Tuch gepackt werden und nicht länger als 30 min aufliegen.

Das Tragen eines Kompressionsstrumpfes wird vor allem bei Patienten mit vorbestehenden Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Krampfadern empfohlen. Je nach Schwellungsausmaß gibt es serienmäßige Kompressionsstrümpfe oder welche nach Maß. In den meisten Fällen reichen Strümpfe bis unterhalb des Knies aus. Patienten mit Becken- oder Oberschenkelthrombosen in der Vorgeschichte benötigen oberschenkel-hohe Kompressionsstrümpfe.

Nach Hallux valgus Operationen sollten spezielle Kompressionsstrümpfe getragen werden, welche über ein spezielles Fach für die Großzehe verfügen. Damit wird verhindert, dass die frisch operierte und gerade gestellte Großzehe wieder nach außen verschoben wird.

Lymphdrainage ist eine physiotherapeutische Therapiemaßnahme, wodurch das Wasser aus dem Bein massiert wird. Diese wird in Kombination mit dem Tragen von Kompressionsstrümpfen empfohlen.

Wie man eine Lymphdrainage selber machen kann zeigt das folgende Video.

Bluterguss (Hämatom)

" Alle meine Zehen sind nach der Fuß-Operation blau geworden. Ist das normal?"

Bei korrigierenden Fuß-Operationen werden Fußknochen durchtrennt, die Weichteile werden vom Knochen abgelöst. Diese Maßnahmen führen zur Blutung. Nicht alle Blutungsquellen können während der Operation gestillt werden; z.B. die Blutung aus dem Knochen. Durch die Anlage eines elastischen Verbandes hört die Blutung kurze Zeit nach der Operation auf.

Dieses Blut sammelt sich in den Weichteilen und äußert sich optisch als blaue Hautverfärbung (Bluterguss, med. Hämatom). Der Bluterguss wandert in Richtung der Schwerkraft. Das bedeutet, dass Hämatome nach Operationen am Sprunggelenk sich bis in die Zehen ausbreiten können.

Postopratives Hämatom nach einer Fuß-Op
Normales postoperatives Hämatom 7 Tage nach einer Koalition-Resektion. Auch wenn die Operation im Bereich des unteren Sprunggelenks innenseitig durchgeführt wurde, verteilte sich das Hämatom sowohl nach außen, als auch den Unterschenkel entlang nach oben.

Der Bluterguss ist eine normale Phase der Heilung. Er verbindet das durchtrennte Gewebe und die darin beinhalteten Entzündungszellen steuern die Heilung. 

Bei einem normalen Verlauf ändert sich die Farbe des Hämatoms von lila-blau zu grün, wird dann gelb und verschwindet.

Ausgeprägte Blutergüsse können gefährlich sein. Diese können zu Wundheilungsstörungen und Infektionen führen. In solchen Fällen müssen diese operativ entfernt werden.

In seltenen Fällen kann eine Schlagader am Fuß verletzt werden. Wenn diese Blutung während der Operation nicht entdeckt wird, kann sich ein ausgeprägtes Hämatom bilden. Das gleiche kann bei Einnahme von blutverdünnenden Mitteln passieren.

Die erhöhte Spannung unterhalb der Wunde kann zur Platzwunde oder zur Unterbrechung der Blutversorgung im Bereich der Hautränder mit darauffolgender Wundheilungsstörung führen.

Narbenpflege

Eine sorgfältige Narbenpflege sichert ein ästhetisches Ergebnis und eine gute Funktion.

Nach Abschluss der Wundheilung (ca. 12-14 Tage) sollte die Narbe mit einer einfachen Feuchtigkeitscreme gepflegt werden. Dies kann am Anfang zwei mal täglich erfolgen. Während des Auftragens sollte eine Narbenmobilisation und Fußmassage erfolgen. Dadurch werden Verklebungen gelöst, der Lymphfluss und die Gelenkbeweglichkeit verbessert und die Durchblutung gefördert.

Ein ausführlicher Beitrag über die Narbenbehandlung in der Ergotherapie.

Waltraud Knaus

Duschen, Baden und körperliche Hygiene

In der ersten Woche nach einer Fuß-Operation ist die Wunde noch nicht trocken, sodass ein saugfähiger Verband notwendig ist. In dieser Zeit sollte der Verband vor Feuchtigkeit geschützt werden. Beim Duschen kann der Verband durch einen wasserundurchlässigen Sack geschützt werden.

Wenn die Wunde bereits trocken und mit Pflaster versorgt ist, kann man eine Duschfolie verwenden. Diese kann in einer Apotheke erworben werden. Alternativ ist das Duschen erlaubt, ohne den Wasserstrahl direkt auf den Verband oder auf das Pflaster zu rechten und danach das Pflaster direkt zu wechseln.

Wenn keine Belastung erlaubt ist, besteht die Gefahr, dass man beim duschen ausrutscht und versehentlich mit dem Fuß auftritt. In solchen Fällen erweist sich ein Duschhocker als sehr hilfreich.

Baden ist erst nach abgeschlossener Wundheilung erlaubt. Wenn man unbedingt Baden möchte, kann man den operierten Fuß über die Badewannenkante hängen lassen.

Wenn ein Tapeverband angelegt wurde, darf dieser nicht feucht werden. Zur Reinigung zwischen den Zehen eignen sich feuchte Ohrstäbchen.

Duschen mit angelegtem Tapeverband

Mobilisierung

Das Laufenlernen und die Wiederherstellung der Gelenkbeweglichkeit sind wichtige Aufgaben der postoperativen Phase. Eine frühe Mobilisierung ist extrem heilungsfördern. Durch die Aktivierung der Muskulatur wird die Schwellung reduziert, die Verschmelzung der Muskulatur (med. Atrophie) wird vermieden. Zusätzlich werden durch die Muskelaktivität die Durchblutung im Fuß gefördert und die Heilung der Weichteile und des Knochens beschleunigt. 

Belastung und Bewegung

Wann kann ich nach einer Fuß Op wieder laufen? Wann darf ich wieder auftreten? Wann darf ich den Fuß belasten?

Man kann diese Fragen nicht pauschal beantworten. Dies hängt davon ab was bei der Operation gemacht wurde. Dieses Beitrag dient lediglich zur Aufklärung und soll nicht als Behandlungskonzept angesetzt werden. Die Verfolgung der Anordnungen des operierenden Arztes sind verpflichtend.

Operationen mit Osteotomien an den Fußknochen

Wenn Knochendurchtrennungen (med. Osteotomien) durchgeführt wurden, können Gelenke durchbewegt nur wenn der Knochen stabil fixiert wurde. Wenn die Fixierung nicht genug stabil ist, empfiehlt sich das Abwarten der knöchernen Heilung bis die Gelenkmobilisierung durchgeführt werden kann. Dies ist ähnlich zu der Behandlung der Knochenbrüche ohne Operation (med. konservative Frakturbehandlung). Ein gutes Beispiel für solche Situation ist nach minimalinvasiven Fuß-Operationen, wenn man die Zehen ohne Schrauben, nur mit Tapeverband fixiert.

Ob eine Belastung nach diesen Operationen erfolgen kann, hängt davon ab welcher Knochen durchtrennt wurde. So kann man nach der Osteotomie der Mittelfußknochen 2-5 in einem Verbandsschuh direkt nach der Operation voll auftreten und nach Fersenbeinosteotomien erst nach 6-12 Wochen. Die Fixierungsmethode spielt auch eine wichtige Rolle in der Belastbarkeit. Der beste Beispiel dafür ist die Hallux valgus Korrektur durch Lapidus-Arthrodese. Bei Verwendung einer plantaren Platte kann die volle Belastung unmittelbar postoperativ erfolgen unn bei Schrauben-Osteosynthese erst nach 6 Wochen.

Weichteiloperationen am Fuß

Bei einfachen Weichteiloperationen wie Überbeinentfernungen, Exostosenabtragungen oder Sehnendurchtrenungen ist i.d.R. eine sofortige Bewegung und Belastung erlaubt. Bei rekonstruktiven Operationen wie z.B. Sehnenversetzungen oder Zehentrennungen bei Syndaktylie ist eine Einheilung des Gewebes erforderlich bevor die Freigabe der Beweglichkeit erfolgen kann. Die Belastung ist i.d.R. erlaubt.

Physiotherapie

Wie bereits erwähnt, ist die Physiotherapie (Krankengymnastik) sehr wichtig für ein gutes Ergebnis nach Fuß-Operationen. 

Welche Übungen werden nach einer Fuß Op durchgeführt?

Unter Anleitung des Physiotherapeuten lernt der Patient das Laufen mit oder ohne Belastung (Gehschule), lernt wie die Hilfsmittel korrekt benutzt werden. Es werden passive Bewegungsübungen, Massage, Lymphdrainage und Krafttraining durchgeführt. Mittels verschiedener physikalische Maßnahmen wird die Genesung beschleunigt. 

Ist die Physiotherapie nach Fuß Ops immer notwendig?

Bei fast allen Operationen am Fuß und Sprunggelenk sind krankengymnastische Anwendungen früher oder später erforderlich. Oft wird fälschlicherweise von vielen Patienten erwartet, dass die komplette Rehabilitation in der Physiotherapie-Praxis oder in einer Rehaklinik erfolgt. Man muss aber hinweisen, dass die Vorstellung beim Physiotherapeuten v.A. in was Bewegungsübungen und das Krafttraining betrifft, nur als Anleitung dient. Die eigentliche Rehabilitation erfolgt täglich eigenständig zuhause, durch das Ausführen der gelernten Techniken.

Wie stellt man die korrekte Länge der Gehstützen ein?

Die Gehstützenlänge sind korrekt eingestellt, wenn im Stehen mit den Gehstützen auf dem Boden die Ellenbögen leicht angewinkelt sind.

Wie steht man mit Krücken auf? Wie setzt man sich mit Unterarmgehstützen hin?

Wie läuft man korrekt mit den Gehstützen?

Die korrekte Anwendung der Gehstützen bedarf der Anleitung eines Physiotherapeuten. Je nachdem wie man den Fuß belasten darf, unterscheidet man die folgenden Belastungsarten: Entlastung, Abrollbelastung, Teilbelastung und Vollbelastung.

Das Laufen mit Vollbelastung erfolgt durch den 4-Punkt-Gang (Kreuzgang). Bei allen anderen Belastungsarten läuft man mit 3-Punkt-Gang.

Wie kann man mit Krücken Treppen steigen?

Schuhe nach Fuß Op

Der Fuß wird nach den meisten Fuß-Operationen mit einem speziellen Schuh versorgt. Die Industrie bietet solche Schuhe in verschiedenen Ausführungen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Der Verbandsschuh

Wie bereits erwähnt, wird am Fuß direkt nach Operationen mit einem dicken Verband versorgt. Der Verbandsschuh verfügt über ein Schließmechanismus mit Klettverschluss. Dadurch kann der Schuhumfang angepasst werden.

Verbandsschuh Darco

Die Schuhsohle ist versteift und dadurch wirkt für die Fußgelenke ruhigstellend. Um das Abrollen zu ermöglichen ist die Sohle schaukelförmig.

Manche Verbandsschuhe verfügen über ein wechselbares Innenleben, welches gewaschen werden kann. Dies ist hygienisch und erlaubt die Beseitigung der unvermeidbaren Blutflecken. 

Das Innenleben wird durch ein Vakuum- oder Luftkissen-Mechanismus an der Fußform angepasst und dadurch ähnelt eines Gipses.

Oft muss solcher Schuh sowohl tags als auch nachts getragen werden. Manche Schuhmodelle verfügen über eine abnehmbare Sohle, welche aus hygienischen Gründen entfernt werden kann.

Der Walker

Die Walker sind Verbandsstiefel. Diese verfügen über alle Eigenschaften des Verbandsschuhes, jedoch reichen in Länge bis unterhalb des Knies und dadurch stellen auch das Sprunggelenk ruhig. 

Bei Erkrankungen der Achillessehne oder nach Operationen in diesem Bereich ist notwendig, das Sprunggelenk in einer Spitzfußstellung ruhigzustellen. Für solche Situationen bieten die verschiedenen Hersteller Lösungen entweder durch den Einsatz von Fersenkeile verschiedener Dicken oder durch ein verstellbares Mechanismus mit verschiedenen Spitzfußstellungs-Stufen, welche eine graduierte Reduzierung dieser Stellung erlaubt. 

Vacoped Achill

Wie lange sind Thrombosespritzen notwendig nach Fuß-Operationen?

Durch die Aufhebung der Sprunggelenkbeweglichkeit durch den Walker besteht bei Patienten versorgt mit diesem Schuh ein erhöhtes Thrombosegefahr. Hier wird die Fortführung der Thromboseprophylaxe bis zur Entfernung des Walkers und das Erreichen der vollen Belastung empfohlen.

Hilfsmittel

Nach fast jeder Fuß-Op wird ein Hilfsmittel zum Laufen benötigt. Dieses dient zur Unterstützung des operierten und schmerzenden Fußes während des Laufens und falls der Fuß nicht belastet werden darf, sogar zum Ersatz dessen.

Die am häufigsten verwendete Hilfsmittel sind die Unterarmgehstützen. Diese nehmen wenig Platz und erlauben sowohl das Laufen auf normalen Ebene, als auch auf die Treppen. Für Patienten mit nicht belastbarer oberen Extremität (z.B. mit gleichzeitiger Fuß- und Unterarm-/Handverletzungen oder Handrheuma) kommen Achselgehstützen zum Einsatz.

Ältere Patienten leiden oft unter Gleichgewichtstörungen  und kommen relativ schlecht mit den Gehstützen zurecht. Für diese Patienten empfehlt das Laufen mit einem Rollator. Dieser ist stabil, kann gebremst werden, kann in einen temporären Sitz umgewandelt werden und kann mit kleinen Gegenstände geladen werden. Das Treppensteigen ist damit unmöglich.

Patienten, die den Fuß entlasten müssen und verfügen über keine ausreichende körperliche Kraft mit Gehstützen zu laufen, profitieren von einem Rollstuhl. Man benötigt jedoch dafür eine ausreichend räumliche Wohnung und eine gewisse Breite der Türe. Ein Aufzug ist notwendig, um von höheren Etagen nach draußen zu fahren.

Sportliche und aktive Patienten finden es sehr unangenehm während der Entlastungsphase an Unterarmgehstützen zu laufen. Für diese wurden spezielle Roller entwickelt. 

Rückkehr zum Sport

Erst wenn der Knochen und die Weichteilstrukturen verheilt sind, kann man sportliche Tätigkeiten, die die untere Extremitäten involvieren, wiederaufnehmen. Dieser Zeitpunkt variiert, je nachdem welche Veränderungen unternommen wurden, i.d.R. zwischen 1 – 4 Monate.

Ein vorzeitiger Start kann zu Verletzungen, Entzündungen der nicht komplett geheilten Strukturen und Schmerzen führen. Dies kann die Genesung sogar verlängern.

Für einige Verletzungen/Operationen gibt es objektive, wissenschaftlich untersuchte Messmethoden, dadurch man den optimalen Zeitpunkt für Return-to-competition entscheiden kann.

Wann darf man nach einer Fuß-Op wieder joggen?

Nach einfachen Operationen (z.B. eingewachsener Zehennagel) kann man sogar nach 3-4 Wochen wieder joggen. Nach weichteiligen rekonstruktiven Operationen (z.B. Sehnennaht) kann man nach ca. 8 Wochen wieder schrittweise anfangen. Nach Knöcherne Eingriffe (z.B. Osteotomien, Arthrodesen) ist das Joggen erst nach 3-4 Monaten erlaubt.

Sportliche Patienten sollten während der Genesung Training des Oberkörpers machen. Dies erhöht das Compliance und erleichtert die Genesung.

Entfernung der Implantate

Bei vielen Fuß-Operationen werden Implantate benutzt: Platten, Schrauben, Klammern, Drähte, Anker usw. Oft stellt sich die Frage, ob diese entfernt werden müssen.

Es gibt Implantate die über dem Hautniveau belassen werden (z.B. Drähte oder Fixateure externa). Diese müssen zwischen 3-12 Wochen entfernt werden. Auch manche versenkte Implantate müssen entfernt werden. Hierzu gehören Drähte, weil diese im Körper wandern können.

Bei den allen anderen Implantate ist die Indikation zur Metallentfernung umstritten. Generell gelten für diese Implantate die folgenden Empfehlungen:

  • störende Implantate – werden nach knöcherner Heilung entfernt
  • nicht störende Implantate bei älteren, weniger aktiven Patienten, oder Patienten mit Narkose- oder chirurgischen Risiken werden belassen
  • Implantate bei jüngeren, aktiven Patienten sollten entfernt werden.

Die Implantate können in den ersten 2 Jahren nach Operationen leicht entfernen. Danach sind im Knochen integriert und die Entfernung ist mühsamer und komplikationsreicher. Bei aktiven, sportlichen Patienten besteht immer das Gefahr, dass beim Auftreten eines Knochenbruchs die noch einliegenden Implantate eine optimale Frakturversorgung verhindern. Aus diesem Grund wird in dieser letzten Gruppe eine Metallentfernung nach ca. 1,5 – 2 Jahren empfohlen.

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FUSSCHIRURG
Dr.-medic Manuel Nastai
"Wir Sind sehr glücklich, dass wir Dr. Nastai getroffen haben und von ihm behandelt worden sind. Vom ersten bis zum letzten Tag hat er unser Baby sehr gut behandelt und erfolgreich beendet. Wir vertrauen ihm sehr und sind ihm sehr dankbar. Vielen Lieben Dank Dr. Nastai."
Keklikçi Tugce Ç.
"Ich bin noch ganz frisch operiert, eine Woche. Sehr zufrieden. Schmerzen und Schwellung hoffe ich das die bald verschwunden sind. Hammerzehe (Krallenzehe) adeeee!"
Hilde L.
Komm
in unser Team

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44 Responses

  1. Mit großem Interesse habe ich diese ausgezeichnete Aufkärung über die Zeit nach der Fussop gelesen,
    so ausführlich und gut beschrieben, wahrscheinlich einmalig in Deutschland!

    1. Hallo Frau Updarp,

      herzlichen Dank für den Feedback. Es tut gut zu wissen, dass meine Bemühungen den Patienten helfen…

      Viele Grüße
      Dr.-medic Manuel Nastai

    2. Vielen Dank für den tollen Artikel der mir in meiner jetzigen Situation nach der OP sehr viele Fragen beantwortet hat.

      1. Sehr geehrter Benjamin,

        ich danke Ihnen fürs Feedback und freue mich, dass der Artikel hilfreich war. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr.-medic Manuel Nastai

  2. Ich wurde am 15.09.2020 operiert. Fusswurzelarthrose und Sprunggelenk
    , Schrauben und Platten wurden eingesetzt. Bis heute, Juni 2021, habe ich starke Schmerzen und der Fuß ist dick. Nun soll am 12.08. 21 der Fuß operiert werden und d die Schrauben entfernt werden. Ich könnte verzweifeln.

    1. Sehr geehrte Frau Hartkopf,

      herzlichen Dank für Ihr Kommentar. Ich hoffe die Entfernung der Schrauben bringt Ihnen die erhoffte Linderung und wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

      1. Sehr geehrter Herr Kollege Nastai,
        Da ich mir durch einen fürchterlichen Sturz von der Treppe eine Weber C Fraktur am li.Fuss zugezogen hatte,hat mich Ihr Artikel sehr interessiert..
        Auch die Videoaufzeichnungen waren für mich wichtig.Es sind fast 10Monate vergangen,ich war ein braver Patient und habe alle Übungen und Physiotherapieen befolgt.Aber die Knöchel schwellen immer noch an und je nach Wetter und Fussbelastungen( Treppen abwärts ) habe ich noch Schmerzen.Kann aber wegen Allergieen nichts dagegen einnehmen.Wie lange bleiben die Schwellungen noch durchschnittlich.?Seit dem Unfall bin ich nicht mehr so feste auf den Beinen
        .Gehe aber ohne Rollator und Stock.Bin 78 Jahre alt,normalgewichtig,.Entfernt man die Platten U.Schrauben in meinem
        Fall? Bin ein sportlicher Typ.Bin Kollegin.

        1. Sehr geehrte Frau Kollegin Khandanpour,

          herzlichen Dank für Ihre Frage. Wenn Sie keine Beschwerden hätten, würde man mit 78 Jahre die Implantate nicht entfernen. Nun wenn Sie Schmerzen haben, sollte man den Grund dieser Beschwerden erstmals identifizieren. Wenn die Implantate stören (intraartikuläre Schraubenlage oder mechanisches Impingement), wäre das ein Grund zur Metallentfernung. Wenn sich bei Ihnen jedoch eine primäre oder posttraumatische Arthrose bemerkbar macht, würden Sie wahrscheinlich von einer Metallentfernung nicht profitieren.

          Gerne können Sie sich in meiner Sprechstunde vorstellen und wir können die Frage klären.

          Mir freundlichen Kollegialen Grüßen
          Dr.-medic Manuel Nastai

          1. Sehr geehrter Herr Dr.Nastai,
            Vielen Dank für Ihre prompte Antwort.Da ich jetzt im Juni 22 eine Reha antrete, werde ich noch mit weiteren Unternehmungen diesbezüglich warten.Vielleicht werden dann die Beschwerden durch kontinuierliche therapeutische Anwendungen besser .Sollte es nicht so sein,werde ich von mir hören lassen. Mit freundlichen Grüßen, Dr.univ.Teh. H.Khandanpour

  3. Ich wurde am 10.5.21 operiert. Calcaneus Trümmerfraktur Versorgung mit Platten und 9 schrauben. Heute ist der 16.6 21 und die Wunde ist immer noch nass und Wundsekret tritt aus.. ist das ein normaler Verlauf? Oder handelt es sich hier um eine Wundheilungsstörung?

    1. Sehr geehrter Herr Pentalski,

      Ihre Frage kann man nicht Pauschal beantworten. Dafür müsste ich die Wunde gesehen haben. Es ist jedoch relativ lange seit der Operation und in den meisten Fällen sollte die Wunde trocken sein….

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  4. Ich wurde vor einer Woche an einer trimalleoläre Sprunggelenksfraktur operiert. Trage nun diesen Vapomed Schuh. Solange ich liege habe ich kaum Schmerzen, sobald ich mit dem Gehbock laufen will und mein Fuß hängt habe ich extrem Schmerzen, ist das nach einer Woche noch normal?

    1. Sehr geehrte Frau Rabitz,
      es ist schwierig zu sagen, ohne Sie untersucht zu haben oder Bilder angeschaut zu haben. “Extreme” Schmerzen sollten Sie eigentlich nicht haben… in empfehle Ihnen sich an Ihrem Operateur vorzustellen.
      Mit freundlichen Grüßen
      M. Nastai

    2. Hallo
      Wurde im Mai 21 am Hallux operiert, gleich daneben ein Hammerzeh, der gerichtet wurde. Ich bekam Kirschber Drähte in den 2,3,4,Zeh die nach 8 Wochen gezogen wurden. Seitdem sind diese Zehen taub. Ich habe weder Schrauben noch Platten im Fuss. Ich bin am Verzweifeln weil das Gefühl nicht wieder kommt, ausserdem sind die Zehen 3 und 4 steif und nun bildet sich am kleinen Zeh eine Art Hammer. Was kann ich noch tun.

      1. Sehr geehrte Frau Schubert,

        herzlichen Dank für Ihre Frage. Leider kann ich diese nicht so pauschal beantworten. Eine klinische und radiologische Untersuchung ist notwendig, um die Ursache Ihrer Beschwerden identifizieren zu können. Gerne dürfen Sie sich in der Sprechstunde zu diesem Zweck vorstellen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr.-medic Manuel Nastai

  5. Ich wurde2019 am sprunggelenk operiert. Haben mir platzen und schrauben rein gemacht.Habe bis heute immer noch Schmerzen beim gehen und stehen.Der Fuss ist beim stehen immer steif. Und beim gehen ist es wie ein elektrisches Schlag. Müssen die Platten und schrauben entfernt werden

    1. Sehr geehrte Frau Jentsch,

      danke für die Frage. Man kann diese jedoch pauschal nicht beantworten. Der Grund Ihrer Beschwerden müsste man im rahmen einer klinischen und radiologischen Untersuchung identifizieren. Gerne dürfen Sie sich in unserer Sprechstunde vorstellen. Die Terminvergabe ist online möglich. Ich wünsche Ihnen alles gute.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

      1. Hallo,ich würde am 22.06.2021 Von Plattfuß links Operiert.Es sind knapp 3 Monaten vorbei leider immer noch Schwellungen und Schmerzen am Mittelfußknochens.Die Ärzte haben mich angefordert CT machen.Radiologie hat Diagnose so geschrieben.Mäßiger Arthrose im unteren Sprunggelenk.Diffuse Osteopenie.Z.n. Calcaneus-Osteotomie mit knöchernen Durchbauung.Ist bei mir 2 OP notwendig,weil ich starke schmerzen habe.Vielen Dank für die Beantwortung.

        1. Sehr geehrter Mesut Islek,

          herzlichen Dank für ihre Nachricht. Leider kann ich ohne den Fuß untersuchen zu können und ohne die Bildgebung bewerten zu können, Ihre Frage nicht beantworten. Gerne dürfen Sie sich in meiner Sprechstunde vorstellen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr.-medic Manuel Nastai

  6. Sehr geehrter Dr. Nastei,
    vielen Dank für die Bereitstellung Ihres Fachwissens!
    Ich habe mir das Fersenbein gebrochen, bin jetzt 4 Wochen nach OP. Ich hoffe nach Ablauf von 6 Wochen in eine stationäre Reha gehen zu können. Ich finde trotz intensiver Recherche keine Rehaklinik die sich für eine AHB nach komplizierter Fuß-Op auszeichnet. Gehe ich einfach in eine „normale“ Orthopädische Rehaklinik im Vertrauen das dort auch gute Therapeuten für diese Bereiche sind. Sie dürfen wahrscheinlich (leider😞) keine Einrichtung empfehlen, aber vielleicht haben Sie einen Tip wo ich drauf achten sollte?
    Würde mich sehr freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.
    Mit freundlichen Grüßen
    E. Jess

    1. Sehr geehrte Esra Jess,

      herzlichen Dank für die Nachricht. Soweit ich weiß gibt es keine solche Reha (spezialisiert auf Rehabilitation nach Fußoperationen). Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  7. Danke für die guten Informationen.
    Habe eine Frage wegen Heparinspritzen.
    Habe am 24.12.21 den Knöchel gebrochen.
    Wurde am 30.12. operiert, gestern Nachuntersuchung, Fäden gezogen und Gipsverband (Zehen frei, Länge bis ca.10 cm unterm Knie) für die nächsten 4 Wochen. Kann also Zehen gut bewegen und Kniegelenk ebenfalls. Darf aber nicht auftreten, habe einen Knie-Roller und bewege mich damit. Habe den Fuß ansonsten immer hochgelegt.
    Brauche ich tägliche Heparin-Spritzen? Mein Orthopäde hier (bin zu Besuch in USA) hat sie nicht verordnet.

    1. Sehr geehrte Frau Schwetschke,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Ja, eine Thromboseprophylaxe ist indiziert, bis der Fuß voll belastet wird und die Gelenke frei bewegt werden können.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  8. Sehr geehrte Dr. Nastai ,
    Ich hatte am 04.10.2021 eine USG Versteifung mit zwei Schrauben. Aber ich hinke noch mit dem Fuß mal mehr mal weniger , und habe auch noch Schmerzen wenn ich länger gehe . Oder wenn ich länger gesessen habe Anlaufprobleme mit Schmerzen . Wann werde ich wieder schmerzfrei sein ?

    1. Sehr geehrter Herr Daniel,

      herzlichen Dank für die Frage, Ihre Operation wurde vor 3 Monate durchgeführt. Auch bei normalem Verlauf können leichte Schmerzen so früh nach der Operation noch bestehen. Eine klinische und bildgebende Analyse ist jedoch notwendig, um die Situation zu klären.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  9. Sehr geehrter Herr Dr. Nastei,

    bei mir wurde ein Neurom zwischen der 3. und 4. Zehe entfernt. Wie lange sollte man nach einer derartigen OP die Thrombosespritzen verwenden? Das Sprunggelenk ist ja weiterhin beweglich. Reichen hier 2-3 Tage?
    Freue mich über IhrenAntwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Manuela Vogt

    1. Sehr geehrte Frau Vogt,

      ich führe die Thromboseprophylaxe nach der Resektion eines Morton Neuroms 2 Tage durch. In Ihrem Fall empfehle ich Ihnen Ihren Operateur zu fragen. Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  10. Vielen Dank für die ausführlichen Informationen, Dr Nastei. Sie helfen vor allem beim Geduldigsein 🙂
    Ich hatte meinen Fuß wegen Fersenbruch, Operation und Ruhigstellung fast drei Monate nicht bewegen können. Jetzt kann ich wieder belasten (und mache das auch ziemlich intensiv, trotz Schmerzen und Schwellung).
    Ich hätte gern gewußt, was im Fuß während der Pause passiert ist, und was jetzt vor sich geht. Haben sich Bänder / Muskeln verkürzt? Muß etwas in dem geschwollenen Fuß abgebaut werden, was die Beweglichkeit behindert und den Schmerz verursacht? Reicht es, zu üben oder sollte ich versuchen, durch begleitende Behandlungen – und wenn ja, was am besten – schneller zurück zu normal zu kommen?
    Vielen Dank im Voraus!

    1. Sehr geehrte Frau Pfuetzner,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Alle Heilungsprozesse (knöcherne und weichteilige) vergehen mit Schwellung. Diese dauern nach Fuß-Ops zwischen 6-24 Wochen. In seltenen Fällen sogar 1 Jahr. Lymphdrainage und Krankengymnastik helfen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  11. Sehr geehrter Herr Dr. Nastai
    Wenn ich um Ihre Einschätzung bitten darf: Ich hatte vor drei Monaten eine DMMO an den 2./3. Metatarsen wegen Metatarsalgie. Nun schmerzt das Auftreten beim 3. Köpfchen immer noch stark, das ja aber nun eingeheilt sein sollte. Röntgenbild ist normal.

    Wird sich das noch legen? Der Operateur scheint nicht beunruhigt.

    Herzlichen Dank für Ihren Rat.

    Liebe Grüsse
    Margareta Aeschlimann

    1. Sehr geehrte Frau Margareta,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Es ist schwierig Ihre frage zu beantworten ohne den Befund zu kennen (Fotos und Rö-Bilder des Fußes). “Das Röntgenbild ist normal” habe ich öfters gehört… Fakt ist, dass Sie nun keine Schmerzen haben sollten. Eine Schwellung persistiert nach DMMO längerer Zeit und kann ein Spannungsgefühl verursachen.
      Gerne können Sie sich in meiner Sprechstunde persönlich vorstellen oder eine telefonische Beratung (mit Zusendung der Befund per E-Mail oder per Post) beantragen. So könnte ich diese Frage sicherer beantworten. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  12. Sehr geehrter Herr Dr. Nastei,

    Ich hatte am vergangenen Freitag, dem 18.03.2022 einen OP am Wadenbeinknochen, auf Grund eines Bruchs oberhalb des Knöchel.
    Ihr wurde in den vergangenen Tagen immer wieder gefragt, ob ich ein Taubheitsgefühl in den Zehen hätte, was nie der Fall war, auch bis heute nicht. Allerdings habe ich knapp unterhalb der Zehen ein stärkeres Taubheitsgefühl in Nähe der OP Stelle.
    Ist das normal, oder sollte ich einen Arzt informieren?

    Mit Freundlichen Grüßen
    Ben Pero Kammann

    1. Sehr geehrter Herr Kammann,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. 3 Tage nach einer Fuß-Op kann noch ein Taubheitsgefühl bestehen. Es kann sein, dass Ihr Arzt intraoperativ einen Fußblock gemacht hat… Wenn das Symptom weiter besteht (mehr als eine Woche), würde ich an Ihrer Stelle mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  13. Sehr geehrter Herr Doktor,
    wurde bereits vor 5 Jahren am re Fuss operiert. eigentlich ging es nur um die Entfernung des Mittelfußköpfchens.

    Dabei wurde bei dieser Gelegenheit auch der Hallux gerichtet. Nach der OP waren dann die 2. und 3. Zehe versteift.
    Habe 5 Schrauben im Fuß. Nach der OP konnte ich mich 3 Mon. nur im Rollstuhl vorwärts bewegen. Seit dieser Zeit
    habe ich Tag und Nacht nur noch manchmal fast unerträgliche Schmerzen, beim Laufen und auch in Ruhe. Denke manchmal
    über Amputieren des Fusses nach um diese Schmerzen nicht mehr ertragen zu müssen. Bei mehrmaliger Vorsprache b eim
    Orthopäden (Operateur) hiess es nur, was wollen Sie, der Fuß sieht doch gut aus……Schmerzen sieht man ja nicht.
    Was kann der Auslöser dieser starken Schmerzen sein. die mich auch nachts nicht schlafen lassen…Zur Schmerzentlastung habe ich einen Rollator von meinem Hausarzt bekommen.
    Danke für Ihre Antwort oder Rat
    mit freundlichen Grüssen
    Ingrid Kaub

    1. Sehr geehrte Frau Kaub,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Es ist schwierig Ihre frage zu beantworten ohne den Befund zu kennen (Fotos und Rö-Bilder des Fußes). Gerne können Sie sich in meiner Sprechstunde persönlich vorstellen oder eine telefonische Beratung (mit Zusendung der Befund per E-Mail oder per Post) beantragen. So könnte ich diese Frage beantworten. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  14. Ich habe mir vor drei Wochen meinen 5. Mittelfußknochen gebrochen und wurde vor einer Woche operiert. Kurz nach dem Bruch habe ich durch den Gips einen starken Fußpilz bekommen, der sich durch den verordneten Walker verschlimmert hat und auf die Nägel übergeht. Den Fuß creme ich mit Pilzsalbe ein, einen Nagellack gegen Nagelpilz benutze ich auch bereits. Überwiegend trage ich jetzt den Gips und hoffe so den Pilz einzudämmen. Sobald ich den Walker anziehe, verschlechtert sich der Pilz wieder.

    Hätten Sie einen Rat?
    Ab wann darf ich wieder ein Fußbad machen?

    1. Sehr geehrte*r Tine,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Den Fuß im Walker dürfen Sie doch waschen und pflegen. Alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  15. Sehr geehrter Herr Dr.Nastei,
    ich hatte am 23.02.2022eine Hallux OP(Fixierun Scarfschraube Arthrex Platte).Den Vacoped Schuh trug ich 4Wochen ohne
    Belastung danach 4Wochen mit Teilbelastung.Röntgenbilder sind laut Arzt iO.Soll jetzt laufen habe Schmerzen im Fuss und
    kann ohne Krücken nicht auftreten und auch nicht auf dem Fuss alleine stehen.Zur Physio gehe ich bringt aber nichts.Haben
    Sie eine Erklärung
    Mit freundlichen Grüssen
    Petra Krüger

    1. Sehr geehrte Frau Krüger,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Es ist schwierig Ihre frage zu beantworten ohne den Befund zu kennen (Fotos und Rö-Bilder des Fußes). Scarf mit Schraube und Platte und ohne Belastung klingt komisch… Gerne können Sie sich in meiner Sprechstunde persönlich vorstellen oder eine telefonische Beratung (mit Zusendung der Befund per E-Mail oder per Post) beantragen. So könnte ich diese Frage beantworten. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

  16. Viele Fragen kommen leider erst NACH dem Arztbesuch hoch, daher vielen Dank für den ausführlichen Bericht !

    Auf folgende Frage konnte ich (51 J.) bisher im Netz keine Antwort finden:
    Ich bin Ende März d.J. an Metatarsale V links operiert worden (Trümmerbruch, versorgt mit Osteosynthese). 6 Wochen Teilbelastung 20 kg mittels Darco-Entlastungsschuh und Gehhilfen wurden gestern auf 9 verlängert. Dann hoffe ich endlich aufbelasten zu dürfen.

    Manchmal gehe ich für wirklich ganz kurze Wege (z.B. Bett zur Kommode) im Darco auf der Ferse. Ist dies kritisch, weil es dadurch vielleicht zu unerwünschten Zugkräften am operierten Bruch kommt ? Schmerzen treten dabei nicht auf.
    Danke für eine Antwort im Voraus,
    viele Grüße

    1. Sehr geehrte Andrea,

      herzlichen Dank für Ihre Frage. Wenn Sie wirklich auf die Ferse Laufen kommen keine übermäßige Kräfte auf MFK V. Sie sollten aber nicht auf die Ferse laufen, sondern die Anweisungen Ihres Arztes folgen und mit dem Verbandsschuh über der gesamten Sohle mit Unterarmgehstützen laufen… sonst wissen Sie und Ihr Arzt bei Komplikationen nicht, aus welchem Grund ein Versagen entstanden ist. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr.-medic Manuel Nastai

      1. Sehr geehrter Herr Dr. Nastai,

        mit wurde vor zwei Wochen eine Achillessehnenruptur links genäht. Ich bin sehr zufrieden gewesen, allerdings hat sich seit 1 Woche ein stechendes Kribbeln in der äußeren Fußhälfte eingestellt. Es dürfte nervlich bedingt sein. Das Kribbeln kommt schubweise, mal stärker, mal schwächer. Auch mit den Fingern über die Haut zu streichen fühlt sich an der Hälfte unwohl an. Mein Hausarzt hält das für unbedenklich, ich bin dagegen etwas besorgt. Ist das ein bekanntes Symptom? Was empfehlen Sie?

        Danke!

        Gruß Tom N.

        1. Sehr geehrter Herr Nassenstein,

          es klingt wie eine Irritation des Nervus suralis. Wenn der Versorgungsgebiet dieses Nervs nicht komplett taub ist, würde ich erwarten, dass die Symptomen in den nächsten Wochen wieder verschwinden.

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr.-medic Manuel Nastai

          1. Ganz herzlichen Dank. Toll, dass Sie sich hierzu Zeit nehmen. Alles Gute.

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