Youngswick Osteotomie

Youngswick Osteotomie

Die verkürzende Osteotomie des Os metatarsale I nach Youngswick ist eine operative Methode zur Behandlung des Hallux rigidus Stadium II und III (deutliche Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenks und wenig Arthrosezeichen). Der erste Mittelfußknochen wird verkürzt und die knöchernen Ausziehungen (med. Exophyte) werden entfernt. Dadurch wird der Druck im Gelenk reduziert, das Gelenk wird dekomprimiert und die Beweglichkeit erleichtert. 

Durch die Youngswick Osteotomie kann auch der Hallux valgus und rigidus korrigiert werden. In diesem Fall wird das Köpfchen nach der Durchtrennung sowohl verkürzt, als auch nach außen verschoben.

Röntgen-Aufnahme Hallux rigidus
Abb.1: Hallux rigidus Stadium II: der Gelenkspalt ist eingeengt, die Gelenkflächen werden weiß abgebildet (sklerosiert).
Röntgen-Aufnahme Hallux rigidus
Abb.2: Hallux rigidus Stadium II: der Gelenkspalt ist eingeengt, oben bildet sich ein kleiner Exophyt ab.

AUTOR
Dr.-medic Manuel Nastai
Fuß- und Sprunggelenkspezialist

Dieser Text wurde nach bestem Wissen und Gewissen nach aktuellem wissenschaftlichen Stand zu Aufklärungszwecken bereitgestellt. Er dient der medizinischen Aufklärung und nicht zur Selbstdiagnose. Er ersetzt keine Vorstellung bei einem Facharzt.

Wie wird die Youngswick-Osteotomie durchgeführt?

Der Patient liegt auf dem Rücken auf dem Operationstisch. Eine circa 5 cm lange Inzision wird streng innenseitig über dem Großzehengrundgelenk durchgeführt. Die Gelenkkapsel wird abgelöst und das Köpfchen freigelegt. In vielen Fällen findet man einen knöchernen Ausläufer (med. Osteophyt) auf dem Köpfchen. Dieser wird nun entfernt. Ein Draht wird zentral im Köpfchen in Richtung des 4. Grundgelenkes eingebracht. Dieser spielt eine wichtige Rolle und bestimmt die Richtung der Sägeschnitte.

Mit der oszilierenden Säge wird der Knochen “V”-förmig durchtrennt. Diese Konfiguration der Osteotomie bietet eine erhöhte Stabilität nach der Fixierung. Ein dritter Schnitt wird am Schaft durchgeführt, hier wird eine Knochenscheibe von ca. 5-8 mm entfernt. Dadurch entsteht eine entsprechende Verkürzung.

Nun erfolgt die Fixierung (med. Osteosynthese) mit einer speziellen Kompressionsschraube. Für eine präzise Bestimmung der Schraubenlage wird zunächst ein Draht von oben nach unten eingebracht. Die Drahtlage wird unter Röntgen-kontrolle überprüft und die Länge gemessen. Gleichzeitig dient der Draht zur Lagebestimmung und zur vorübergehenden Fixierung. Ein Hohlbohrer (med. kanüllierter Bohrer) gleitet über dem Draht und schafft einen Kanal für die Schraube. Die spezielle Schraube verfügt über folgende Eigenschaften:

  • sie ist hohl und kann über dem Draht gleiten
  • sie wird komplett im Knochen versenkt, damit der Schraubenkopf nicht stört
  • sie übt durch ein Doppelgewinde Kompression auf die Osteotomie aus.

Die Gelenkkapsel wird nun locker durch Naht verschlossen. Das Gelenk kann am Ende der Operation leicht bis 90° gestreckt werden.

Die Wundränder werden mit Pflastern zusammengefügt (Abb.10), dadurch entfällt eine Fadenentfernung.

Youngswick-Osteotomie
Abb.3: Durch die Verkürzung ist der Gelenkspalt wiederhergestellt. Der gering ausgeprägte Hallux rigidus wurde ebenfalls durch das Verschieben nach außen korrigiert. Das Köpfchen ist über den Sesambeinen wieder zentriert. Die Schraube liegt korrekt ein.
Youngswick-Osteotomie
Abb.4: Von der Seite erkennt man das operative Ergebnis. Der Osteophyt wurde schräg abgetragen. So gewinnt die Großzehe den notwendigen Platz für die Streckung. Die Schraube liegt gut ein und ragt nicht aus dem Knochen in das Gelenk hinein.

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Nachbehandlung nach der Youngswick-Osteotomie

Der Fuß wird in einem Verbandschuh für sechs Wochen ruhiggestellt. Der Fuß kann ab dem ersten postoperativen Tag im Verbandschuh voll belastet werden. Zum Beinlängenausgleich wird eine Schuherhöhung am gegenseitigen Fuß getragen.

Direkt nach der Operation muss der Patient selbstständig intensive Bewegungsübungen des Großzehengrundgelenks durchführen. Diese dienen zum Erhalt der intraoperativ erreichten Beweglichkeit und verhindern eine Einsteifung. 

Eine Schwellung nach dieser Operation ist normal und verbleibt in der Regel 2-3 Monate. Hochlagerung, Vermeidung langer Spaziergänge, Kühlung mit Eis und Lymphdrainage sind hier zu empfehlen.

Nach sechs Wochen wird eine Röntgenkontrolle durchgeführt, um eine knöcherne Heilung zu bestätigen. Dann kann der Verbandsschuh entfernt und normale Schuhe getragen werden. 

Eine Rückkehr zur Arbeit und zum leichten Sport ist nach 2-3 Monaten möglich.  Kontaktsportarten sind nach 4-6 Monaten wieder erlaubt.

Mehr über die Nachbehandlung nach Fuß-Operationen.

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FUSSCHIRURG
Dr.-medic Manuel Nastai
"Wir Sind sehr glücklich, dass wir Dr. Nastai getroffen haben und von ihm behandelt worden sind. Vom ersten bis zum letzten Tag hat er unser Baby sehr gut behandelt und erfolgreich beendet. Wir vertrauen ihm sehr und sind ihm sehr dankbar. Vielen Lieben Dank Dr. Nastai."
Keklikçi Tugce Ç.
"Ich bin noch ganz frisch operiert, eine Woche. Sehr zufrieden. Schmerzen und Schwellung hoffe ich das die bald verschwunden sind. Hammerzehe (Krallenzehe) adeeee!"
Hilde L.
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