Morbus Freiberg-Köhler (Köhler II)

Morbus Freiberg-Köhler (Köhler II)

Der Mittelfußköpfchen ist die 2. häufigste Lokalisation für die aseptische Knochennekrose am Fuß. Es sich um eine Durchblutungsstörung des Knochens (med. Ischämie) mit Erweichung des Knochens (med. Knochennekrose). Es entsteht eine zunehmende Verformung des Köpfchens, Ablösung von osteochondrale Fragmente, Bildung von knöchernen Vorsprüngen (med. Exophyte) und letztendlich komplettem Verschleiß (med. Arthrose)

Links zum Vergleich gesunder Knorpel (Weil-Osteotomie bei plantar Plate-Repair): glatt, weiß, glänzend, intakt. Rechts der zerstörte Knorpel bei Morbus Köhler II: fragmentiert, mit abgelästen Anteilen, mit freien Gelenkkörpern, verformtes Metatarsale-Köpfchen mit knöchernen Anbauten (Osteophyten).

Bei wem entsteht der Morbus Freiberg-Köhler?

Frauen sind ca. 5 mal öfters als Männer betroffen. Man beobachtet das Leiden häufiger bei Sportlern.

Der häufigste Alter bei der ersten Vorstellung ist zwischen 11 und 17 Jahre, jedoch nicht selten stellen sich ältere Patienten (bis 70 Jahre). 

In ca. 10% der Fälle sind beide Füße betroffen. Die Lokalisation ist an MFK II 68%, MFK III 27%, MFK IV 3% und MFK V extrem selten.

Symptome des Morbus Freiberg-Köhler

Das Hauptsymptom ist die Metatarsalgie. Das bedeutet Schmerz im Bereich der Fußsohle unter den Zehenballen. Der Schmerz ist belastungsabhängig und nimmt beim Zehenspitzengang zu. Der Patient kann ziemlich gut den Schmerz an einem Strahl lokalisieren.

Diagnose

Ein Anstoß oder Unfall wird oft in der Vorgeschichte angegeben. Andere Ursachen sind Diabetes mellitus, Alkoholismus, Lupus erythemathodes.

Der Schmerz beim Durchbewegen des betroffenen Gelenkes provoziert werden. Im arthrotischen Stadium tastet man das Gelenk vergrößert (v.A. anhand der Osteophyten).

Eine Röntgenuntersuchung zeigt im Anfangsstadium keine Auffälligkeit. Erst mit der Zunahme des Gelenkergusses kann eine Erweiterung des Gelenkspaltes  im Röntgen-Bild feststellen. Mit der Progression der Arthrose werden Abflachung des Köpfchens, dann Bildung von freien Gelenkkörpern, die grobe Deformierung des Gelenkes und Bildung von Osteophyten. deckt Veränderungen auf, wenn der Knochen bereits fragmentiert und verformt ist. Dies kann erst Jahre nach Auftreten der Symptome der Fall sein. Aus diesem Grund wird die Problematik am Anfang nicht entdeckt.

Morbus Freiberg-Köhler
M. Freiberg-Köhler am 2. Grundgelenk: im Vergleich zu den anderen gesunden Gelenken ist das 2. Gelenk verformt, mit Osteophyten, der Gelenkspalt ist eingeengt.

Die Computertomographie (CT) ist in Endstadium notwendig, um das Ausmaß der Destruktion genau quantifizieren und die operative Versorgung planen zu können.

Computertomographie bei Morbus Freiberg-Köhler
Auf der Computertomographie kann man das betroffene Anteil (oranger Sektor) des Köpfchenumfangs quantifizieren.

Die Computertomographie (CT) ist in Endstadium notwendig, um das Ausmaß der Destruktion genau quantifizieren und die operative Versorgung planen zu können.

Die Kernspintomographie (MRT) zeigt bereits im Frühstadium die Veränderungen und ist somit der Mittel der Wahl, wenn keine Veränderung auf dem Röntgen-Bild zu erkennen ist. Die Untersuchung wird für diese Fragestellung mit Kontrastmittel.

Wie wird der Morbus Freiberg-Köhler behandelt?

Es besteht aktuell keine Möglichkeit die Entstehung der Krankheit zu verhindern und die Progression positiv zu beeinflussen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium. In den Anfangsstadien wird durch die Reduktion der Belastung, das Tragen von festem Schuhwerk eine Schmerzreduktion erreicht. Wenn die Krankheit ohne großer Gelenkdestruktion verläuft, wird ein gutes Ergebnis erreicht.

Im Endstadium entsteht eine komplette Zerstörung des Gelenkes mit Einsteifung und Einklemmung der verschiedenen freien Gelenkkörper, sowie Gelenkweichteile zwischen den Gelenkpartner. In solchen Situationen ist früher oder später eine Operation angesagt.

Bei einem Gelenkschaden von <50% der mit Knorpel bedeckter Gelenkfläche kann eine substraktive Metatarsale-Köpfchenosteotomie durchgeführt werden. Über 50% wird eine Grundgelenk-Resektionsarthroplastik nach Gochta notwendig.

Köpchenumstellungsosteotomie bei Morbus Freiberg-Köhler
Substraktive Köpfchen-Osteotomie
Resektionsarthroplastik bei Morbus Freiberg-Köhler
Resektionsarthroplastik
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FUSSCHIRURG
Dr.-medic Manuel Nastai

"Wir Sind sehr glücklich, dass wir Dr. Nastai getroffen haben und von ihm behandelt worden sind. Vom ersten bis zum letzten Tag hat er unser Baby sehr gut behandelt und erfolgreich beendet. Wir vertrauen ihm sehr und sind ihm sehr dankbar. Vielen Lieben Dank Dr. Nastai."

Keklikçi Tugce Ç.

"Ich bin noch ganz frisch operiert, eine Woche. Sehr zufrieden. Schmerzen und Schwellung hoffe ich das die bald verschwunden sind. Hammerzehe (Krallenzehe) adeeee!"

Hilde L.

Komm

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