Minimalinvasive Achillessehnennaht (mit dem Dresdner-Instrumentarium)

Patient (19) verletzt sich beim Fußballspielen. Er wollte bei einem Zweikampf losrennen, dabei spürte er einen starken Schmerz in der Wade begleitet von einen peitschenartigen Geräusch. Der Unterschenkel schwoll sofort an und er konnte kaum noch auftreten.

Wie diagnostiziert man die Achillessehnenruptur?

Bei der Untersuchung stellte man eine Unterbrechung der Achillessehne ca. 10 cm oberhalb der Ferse fest. Diese konnte man gut tasten (im Foto markiert).

Bei einem Patienten mit intakter Achillessehne bewegt sich der Fuß im Sprunggelenk, wenn man in die Wadenmuskulatur kneift. In diesem Fall wird der Zug an der Ferse nicht abgeleitet, dies ist ein klarer Hinweis, dass die Sehne gerissen ist.

Eine Ultraschalluntersuchung bestätigt die Diagnose und gibt auch therapie-relevante Informationen: in maximaler Spitzfuß-Stellung berühren sich die zwei Sehnenenden nicht, somit besteht die Indikation zur operativen Versorgung.

Video: minimalinvasive Achillessehnennaht mit dem Dresdner Instrumentarium

Es wird ein minimalinvasiver Eingriff durchgeführt. Mithilfe des Dresdner-Instrumentariums gelingt es durch eine kleine Inzision drei Rahmennähte durchzuführen, dadurch werden die zwei Sehnenenden in Kontakt zueinander gebracht, sodass die Sehne in korrekter Länge abheilen kann.

Der kleine Schnitt stört die Sehnendurchblutung im Bereich des Risses nicht, so sichert man eine schnellere Abheilung. Außerdem können durch einen minimalinvasiven Eingriff oft auftretende Wundheilungsstörungen, die bei klassischen Eingriffen oft auftreten, vermieden werden.

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