Die meisten anderen Ursachen fürs Hinken beim Kind sind selten. Schwere Knochenerkrankungen und Störungen des Nervensystems sind sehr selten.
Tumore. Verschiedene Arten von Tumoren können in Knochen und Weichteile entstehen und ein Hinken verursachen.
Angeborene Anomalien. Bestimmte Probleme, die sich vor der Geburt eines Babys entwickeln, wie z. B. angeborene Hüftluxation, können zu Hinken führen. Diese Probleme verursachen oft einen Beinlängenunterschied. Das Hinken wird normalerweise erst beim Laufbeginn bemerkt.
Legg-Perthes-Krankheit. Hier entwickelt sich einer Durchblutungsstörung des Oberschenkelkopfes. Dadurch kommt es zu einer Verformung des Femurkopfes. Die Altersgipfel dieser Krankheit sind normalerweise zwischen 4 und 10 Jahren und entsteht bei ansonsten gesunden Kindern.
Epiphysiolysis capitis femoris. Dieses Leiden entsteht bei übergewichtigen Adoleszenten (zwischen 9 und 15 Jahren). Hormonell bedingt kommt es zu einer Schwächung der Wachstumsfuge des Oberschenkelkopfes. Infolge eines gering energetischen Unfalls kommt es zu einer Lösung dieser Wachstumsfuge und zu einer Verschiebung des Oberschenkelkopfes.
Diszitis. Eine bakterielle Entzündung kann in den Bandscheibenräume zwischen den Wirbeln entstehen. Dies kann zum Hinken führen.
Störungen des Nervensystems. Ein Kind kann hinken, um ein schmerzendes Bein zu schonen oder wenn die Muskeln des Beines nicht mehr richtig funktionieren. Dies kann aufgrund gestörter Nervensignalen, die das Gehen steuern, verursacht werden. Störungen des Nervensystems können zu Schwäche oder Verspannungen der Muskeln führen, welches das Laufen beeinträchtigen.