Beim flexiblen Knick-Senkfuß werden sogenannte gelenkerhaltende Operationen durchgeführt. Solange das Kind noch über ausreichende Wachstumsreserven verfügt (♀ 10 Jahre, ♂ 12 Jahre) kann eine Korrektur durch eine minimalinvasive Operation erfolgen. Es wird eine Schraube zwischen Fersen- und Sprungbein außenseitig eingedreht. Diese spreizt nur die Außenseite des unteren Sprunggelenkes ab und verhindert das Ausweichen der Ferse nach außen. Die Restwachstum (2-3 Jahre) ist für diese Korrektur notwendig. Das Prinzip wird Wachstumlenkung genannt. Mehr über die Tarsale Arthrorise mit der Talus stopp Schraube.
Eine Verkürzung des Triceps surae wird durch eine minimalinvasive aponeurotische Verlängerung des Triceps surae nach Strayer durchgeführt.
Kinder mit neurologischen Auffälligkeiten (z.B. spastische Zerebralparese) benötigen spezielle Therapiekonzepte. Hier werden entweder klassische Korrekturen wie bei neurologisch gesunden Kindern durchgeführt und das Ergebnis wird dann durch Anfertigung von Orthesen gesichert oder erfolgen direkt Versteifungen der Fußgelenke (med. Arthrodesen). Oft erfolgen bei Korrekturen Sehnenumlagerungen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Muskelgruppen.
Wenn schmerzhafte Knick-Senkfüße im Adoleszentenalter operativ versorgt werden müssen, sind bereits knöcherne Veränderungen entstanden. Hier reicht eine minimalinvasive tarsale Arthrorise nicht mehr aus. In solchen Fälle wird die Korrektur durch eine triple tarsale Osteotomie durchgeführt.
Bei manchen tarsalen Koalitionen ist ein Erhalt der Gelenke noch möglich. Die Brücke wird entfernt und durch intensive Krankengymnastik kann die Beweglichkeit des Subtalargelenkes wiederhergestellt werden.