Die Achillessehne ist die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers. Durch Anspannung der Wadenmuskulatur hebt diese Sehne bei jedem Schritt das gesamte Körpergewicht. Überlastungserscheinungen führen zum Zerfall dieser Sehne und in manchen Fällen zu Achillessehnenrissen.
Die Wiederherstellung einer intakten und funktionierenden Achillessehne ist ein wichtiges Ziel zum Erhalt einer schmerzfreien Gehfähigkeit.
Schmerzhafte Verdickung der Achillessehne
Traumatisch oder atraumatisch
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Um zu verhindern, dass eine Achillessehnenruptur sich verschlimmert oder der Heilungsprozess behindert wird, sollten Sie folgende Dinge vermeiden:
Eine konsequente Schonung und eine gezielte Rehabilitation sind entscheidend, um die Heilung optimal zu unterstützen.
Sowohl Wärme als auch Kälte können bei einer Achillessehnenruptur eingesetzt werden, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Zielen:
Nach einer Achillessehnenruptur-OP werden Gehhilfen in der Regel für 6 bis 8 Wochen verwendet, abhängig von der Heilung und dem individuellen Verlauf.
Die genaue Dauer hängt von der Stabilität der Sehne und der Empfehlung des behandelnden Arztes ab. Regelmäßige Kontrollen und Physiotherapie sind entscheidend, um die Rückkehr zur Vollbelastung sicher zu gestalten.
Ja, eine Achillessehnenruptur kann nach einer Behandlung erneut auftreten, insbesondere wenn die Sehne nicht vollständig geheilt ist oder weiterhin belastende Faktoren bestehen. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Rehabilitation unzureichend durchgeführt wurde und die Sehne nicht vollständig ihre Kraft, Beweglichkeit und Koordination zurückerlangt hat. Auch eine frühzeitige Rückkehr zu intensiven sportlichen Aktivitäten kann die Heilung gefährden. Vorschädigungen oder eine Degeneration der Sehne erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Risses. Ungünstige Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder falsches Schuhwerk können das Risiko zusätzlich steigern. Mit einer konsequenten Rehabilitation, gezielten Übungen und einer schrittweisen Belastungssteigerung lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.
Die Rehabilitation nach einer Achillessehnenruptur dauert in der Regel 6 bis 12 Monate, abhängig von der Schwere der Verletzung, der gewählten Behandlungsmethode (konservativ oder operativ) und der individuellen Heilung.
Ja, die Achillessehne kann nach einer Achillessehnenruptur zusammenwachsen, jedoch hängt dies von der Art der Verletzung und der Behandlung ab. Bei einem Teilriss oder bei konservativer Therapie (z. B. mit Orthese oder Gips in Spitzfußstellung) können die Sehnenenden zusammenfinden und verheilen, wenn sie korrekt ruhiggestellt werden. Nach einer operativen Naht der Sehne wird das Zusammenwachsen durch die präzise Verbindung der Enden unterstützt. Entscheidend ist eine anschließende Rehabilitation, die die Sehne schrittweise stärkt und ihre Belastbarkeit wiederherstellt.
Ohne adäquate Behandlung oder Ruhigstellung besteht jedoch das Risiko, dass die Sehne unvollständig oder verkürzt zusammenwächst, was zu dauerhaften Funktionseinschränkungen führen kann.
Eine gerissene Sehne sollte idealerweise innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach der Verletzung operiert werden. In diesem Zeitraum sind die Sehnenenden noch gut auffindbar und können präzise miteinander verbunden werden. Eine frühzeitige Operation erleichtert die Heilung, reduziert das Risiko von Komplikationen wie Vernarbungen oder Verkürzungen der Sehne und verbessert die Prognose. Verzögert sich die Operation über mehrere Wochen, können sich die Sehnenenden zurückziehen, was eine Rekonstruktion erschwert und eine aufwendigere Behandlung erforderlich machen kann.
Nach einer Operation bei Achillessehnenruptur bleibt man in der Regel 1 bis 3 Tage im Krankenhaus, abhängig vom individuellen Heilungsverlauf und möglichen Begleiterkrankungen. Während des Aufenthalts werden die Wunde kontrolliert, der Fuß ruhiggestellt und erste Maßnahmen zur Schmerzlinderung sowie Thromboseprophylaxe eingeleitet. In einigen Fällen kann der Eingriff auch ambulant durchgeführt werden, sodass der Patient am selben Tag nach Hause gehen kann.
Eine Achillessehnenruptur sollte idealerweise innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach der Verletzung operiert werden. In diesem Zeitraum sind die gerissenen Sehnenenden noch gut auffindbar und können präzise miteinander vernäht werden. Eine frühzeitige Operation minimiert das Risiko von Komplikationen wie Vernarbungen oder Verkürzungen der Sehne und erleichtert die Heilung. Bei einer verzögerten Behandlung kann es schwieriger werden, die Sehne korrekt zu rekonstruieren, und die Rehabilitation kann länger dauern.
Eine Operation bei einer Achillessehnenruptur hat das Ziel, die gerissenen Enden der Sehne wieder zu verbinden und ihre Funktion vollständig wiederherzustellen. Der Eingriff erfolgt meist unter Vollnarkose oder Regionalanästhesie. Nach einem kleinen Hautschnitt über der Achillessehne werden die Sehnenenden mit stabilen Nähten zusammengeführt. Bei starken Schäden kann zusätzlich Gewebe aus umliegenden Strukturen zur Verstärkung verwendet werden. Nach dem Verschluss der Wunde wird die Sehne mit einem Gips oder einer Orthese in Spitzfußstellung ruhiggestellt, um die Heilung zu unterstützen. Die anschließende Rehabilitation ist entscheidend, um die Beweglichkeit und Kraft der Sehne schrittweise wiederherzustellen.
Die Behandlung einer Achillessehnenruptur hängt vom Ausmaß des Risses, der Aktivität des Patienten und dessen Gesundheitszustand ab. Es gibt zwei Hauptansätze:
Beide Ansätze erfordern eine intensive Rehabilitation mit Physiotherapie, um die Beweglichkeit, Kraft und Funktion der Sehne wiederherzustellen.
Die Heilung eines Achillessehnenrisses dauert in der Regel mehrere Monate und hängt von der Art der Behandlung (operativ oder konservativ) sowie der individuellen Regeneration ab.
Regelmäßige Kontrollen und eine konsequente Nachbehandlung sind essenziell für den Erfolg.
Ja, es ist oft möglich, mit einer Achillessehnenruptur noch zu gehen, da andere Strukturen im Fuß das Gehen teilweise kompensieren können. Allerdings ist die Kraft im betroffenen Bein stark reduziert, insbesondere für Bewegungen wie das Abdrücken mit den Zehen oder das Heben der Ferse. Typisch ist ein unsicherer oder hinkender Gang. Das Gehen auf Zehenspitzen des betroffenen Beins ist meist nicht mehr möglich. Obwohl das Gehen möglich sein kann, sollten Sie bei Verdacht auf eine Achillessehnenruptur sofort ärztliche Hilfe aufsuchen, da eine schnelle Diagnose und Behandlung für eine erfolgreiche Heilung entscheidend sind.
Eine Achillessehnenruptur kann oft konservativ behandelt werden, sofern in maximaler Spitzfußstellung ein vollständiger Verschluss der Sehnenlücke erreicht wird. Dennoch wird häufig eine frühzeitige minimalinvasive Naht empfohlen, da sie die Rupturrate im Vergleich zur rein konservativen Behandlung signifikant reduziert. Die operative Versorgung verbessert zudem die Sehnenstabilität und kann eine schnellere funktionelle Rehabilitation ermöglichen.
Achillessehnenrisse bei älteren Patienten mit chronischer Tendinopathien, sowie Risse mit verbleibender Defekt bei der Sonographie in Spitzfußstellung benötigen eine Sehnennaht. Die klassischen Eingriffe wurde durch eine lange Inzision und waren oft mit Wundheilungsstörungen und Infektionen verbunden. Moderne Techniken erlauben die Naht durch mini-offene oder sogar perkutane Eingriffe. So können diese schwere Komplikationen vermieden werden.
Wir führen die Achillessehnennaht in Dresdner-Technik durch. Diese einfache Methode bietet sehr gute Ergebnisse mit einer überschaubaren Komplikationsrate. Der Hauptvorteil gegenüber die perkutanen Methoden ist Nervus suralis-Verletzung ausgeschlossen.
Man kann eine Ruptur der Achillessehne sehr einfach klinisch diagnostizieren. Die Beschreibung des Unfallhergangs mit dem typischen Verletzungsmechanismus, bei einem Patienten aus den zwei typischen Altersgruppen, überwiegend männlichem Geschlecht gibt deutliche Hinweise dafür.
Der Patient gibt Schmerzen entlang der Achillessehne an und kann direkt nach dem Unfall oft das Bein nicht belasten. Bei der Untersuchung kann man leicht eine Unterbrechung der Achillessehnenkontur an einer typischen Stelle ca. 6-8 cm vom Ansatz tasten. Hier findet man oft auch ein Bluterguss.
Der Thompson-Test ist sehr hilfreich und zeigt den fehlenden Anschluss des M. Triceps surae mit dem Fersenbein. Dieser Test wird mit dem Patienten in Bauchlage und mit dem hängenden Fuß über der Tischkante durchgeführt. Der Untersucher drückt die Wade zusammen und dadurch beobachtet die Bewegung des Fußes. Bei intakter Achillessehne kommt es zu einer Plantarflexion des Sprunggelenkes. Bei Achillessehnenruptur bewegt sich der Fuß kaum.
Die Sonographie ist die einfachste Methode zur Untersuchung der Achillessehne und muss bei jedem Verdacht auf Achillessehnenruptur durchgeführt. Man kann gut die Sehnenunterbrechung darstellen. Durch die Plantarflexion des Sprunggelenkes während der Untersuchung kann man sehen, ob die Sehnenenden sich annähern oder ob eine Sehnendehiszenz bleibt. Diese sog. dynamische Untersuchung spielt eine wichtige Rolle in der Therapienentscheidung.
Die Kernspintomographie (MRT) stellt die Achillessehne sehr gut dar. Risse können gut identifiziert werden, jedoch ist sie eine statische Untersuchungsmethode und gibt keine Informationen über die Annäherung der Sehne in Spitzfußstellung. Man muss oft lange auf einen Termin warten und dies verspätet oft die Diagnosestellung. In der Zeit kann sich die Sehne zurückziehen und kann eine notwendige Sehnennaht nicht mehr durchgeführt werden.
Auch wenn die klinische Diagnose einfach gestellt werden kann und die bildgebende Methoden immer verfügbar sind, werden ca. 25% dieser Fälle übersehen oder zu spät diagnostiziert.
In den meisten Fällen handelt es sich um eine vorbeschädigte Sehne (Achillessehnen-Tendinopathie). Eine entzündete Sehne ist schwach und kann bei geringen Unfällen reißen. Auslöser können auch eine Einnahme von Medikamenten, wie z.B. Fluoroquinolone und Cortison sein.
Sportler können auch sog. traumatische Risse erleiden. Diese entstehen durch eine plötzliche energetische Dorsalextension des Sprunggelenkes oder direkten Schlag gegen die angespannte Sehne.
Eine Achillessehnenruptur ist ein vollständiger oder teilweiser Riss der Achillessehne, die die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein verbindet. Sie entsteht meist durch plötzliche, starke Belastungen, etwa beim Sport, und betrifft häufig Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. Typische Symptome sind ein plötzliches, stechendes Schmerzgefühl im Fersenbereich, ein hörbares Knallgeräusch und der Verlust der Kraft, den Fuß nach unten zu drücken. Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und oft durch Ultraschall oder MRT. Eine Behandlung, entweder konservativ mit Gips/Schiene oder operativ, ist entscheidend, um die Funktion der Sehne wiederherzustellen.
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